Zeit 13.08.2026
20:48 Uhr

»Was jetzt? – Die Woche«: Eine Drohne, ein Sprengsatz, kein Täter – wie reagiert Deutschland?


Am Flughafen Leipzig/Halle trifft eine Drohne eine ukrainische Frachtmaschine, der Zünder versagt. Alle Indizien zeigen nach Russland. Warum schweigt die Regierung dazu?

»Was jetzt? – Die Woche«: Eine Drohne, ein Sprengsatz, kein Täter – wie reagiert Deutschland?
Am Abend des 4. August schlägt am Flughafen Leipzig/Halle eine Drohne in die Tragfläche einer ukrainischen Frachtmaschine ein. Genau dort sitzen die Treibstofftanks. Wer ein Flugzeug sprengen will, zündet die Bombe an dieser Stelle. Der Sprengsatz zündet aber nicht. Vier Stunden liegt das Gerät auf dem Vorfeld, bis es kurz vor Mitternacht ein Busfahrer entdeckt. Inzwischen ist bekannt , was darin steckte: Militärsprengstoff in einer leeren Konservendose, zwei SIM-Karten, 5G-Antennen. Gesteuert wurde die Drohne über das Mobilfunknetz. Für herkömmliches Radar war sie damit unsichtbar. Die Indizien dafür, dass Russland hinter dem Anschlagsversuch steht, sind zahlreich. Die Bundesregierung aber ordnet de Vorfall noch nicht zu, jedenfalls öffentlich nicht. Was sind die Gründe? Und welche Schritte sollte die Regierung gehen, wenn sich der Verdacht erhärtet? In der 144. Folge von Was jetzt? – Die Woche spricht Moderatorin Constanze Kainz mit Fabian Reinbold , politischer Korrespondent der ZEIT. Es geht um das, was die Sicherheitsbehörden belegen können, und um das, was die Ermittler ausdrücklich nicht ausschließen. Unsere Sendung sehen Sie immer donnerstags auf zeit.de und auf YouTube sowie als Videopodcast bei Apple Podcasts und Spotify . Moderation: Constanze Kainz Postproduktion: Simon Schmalhorst Redaktion, Skript, Produktion und Regie: Matthias Giordano, Julia Brötz Kamera und Licht: David Prior, Charlotte Simon Studioassistenz: Carla Moritz Illustration und Stimme: Matthias Giordano Ressortleitung Video: Max Boenke Technisches Konzept: Sven Wolters Videodesign: Fabian Friedrich, Adele Ogiermann, Ulf Stättmayer, Nicolás Grone Musik: Konrad Peschmann, soundskin