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08.10.2026
20:16 Uhr
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Die US-Regierung möchte verhindern, dass Microsoft weiter ausländische Fachkräfte anwirbt. Deshalb hat sie den Konzern von einem Visaprogramm ausgeschlossen.

Die US-Regierung hat Microsoft von einem Visaverfahren ausgeschlossen, \u00fcber das Fachkr\u00e4fte aus dem Ausland angeworben werden. Vizepr\u00e4sident JD Vance warf dem Softwarekonzern vor, das Verfahren zu missbrauchen, um Ausl\u00e4nder statt US-Amerikaner einzustellen. Als Beleg f\u00fchrte er an, dass Microsoft im vergangenen Jahr 6.000 US-amerikanische Besch\u00e4ftigte entlassen und zugleich 6.300 Mitarbeiter aus dem Ausland mit H-1B-Visa angeworben habe. Kein Unternehmen habe das Verfahren zum dauerhaften Aufenthalt so stark missbraucht wie Microsoft, sagte Vance. Laut Arbeitsminister Keith Sonderling geht die US-Regierung auch gegen mehrere Beratungsunternehmen sowie den Photoshop-Entwickler Adobe vor. Von diesen Unternehmen werde man keine neuen Antr\u00e4ge auf dauerhaftes Bleiberecht f\u00fcr ausl\u00e4ndische Mitarbeiter annehmen. Es gehe darum, dass Hunderttausende Jobs \u00bbamerikanischen Arbeitern genommen\u00ab worden seien, sagte er. Unternehmen reagieren zun\u00e4chst nicht Von den Unternehmen gab es zun\u00e4chst keine Reaktion auf das Vorgehen der Regierung. Beim Stellenabbau bei Microsoft waren vorwiegend Managementpositionen betroffen, w\u00e4hrend es sich bei den ausl\u00e4ndischen Mitarbeitern eher um Programmierer und andere Techexperten handelt. Die Trump-Regierung hat bereits fr\u00fcher versucht, die Vergabe von H-1B-Visa zu erschweren . Nach mehrfacher Verl\u00e4ngerung von H-1B-Visa k\u00f6nnen Unternehmen f\u00fcr Mitarbeiter ein dauerhaftes Bleiberecht in den USA beantragen. Auf diesem Weg gelangen seit Jahrzehnten talentierte Fachleute aus aller Welt in US\u2011amerikanische Topunternehmen. Auch der amtierende Microsoft-Chef Satya Nadella erhielt in den Neunzigerjahren ein H\u20111B\u2011Visum. Auch Google-Chef Sundar Pichai arbeitete einst damit. Knapp drei Viertel der Fachvisa gehen an Menschen aus Indien. Die Trump-Regierung kritisiert das Visasystem schon seit Langem. Unternehmen entgegneten, dass es in den USA in vielen F\u00e4llen nicht genug Spezialisten gebe. Angriff auf Universit\u00e4ten Erst am Mittwoch hatte die US-Regierung internationale Studierende und deren Arbeitsm\u00f6glichkeiten in den USA ins Visier genommen. Das US-Heimatschutzministerium schlug eine Geb\u00fchr von 70.000 Dollar f\u00fcr ein Programm vor, \u00fcber das ausl\u00e4ndische Studierende w\u00e4hrend und nach ihrem Studium einer damit verbundenen Besch\u00e4ftigung nachgehen k\u00f6nnen. Dem Vorschlag zufolge m\u00fcssten die Hochschulen die Geb\u00fchr f\u00fcr jeden teilnehmenden Studierenden zahlen. Zudem k\u00fcndigte das Arbeitsministerium an, gegen neun renommierte Universit\u00e4ten \u200bwie Harvard, Yale und Stanford zu ermitteln. Sie st\u00fcnden unter dem Verdacht, ausl\u00e4ndische Studenten \u00fcber \u200cspezielle Ausbildungs- und Forschungsvisa ins \u200bLand zu holen , um das US-Lohnniveau \u2060zu dr\u00fccken. \u200bEinigen Universit\u00e4ten wurden \u200cden Angaben zufolge bereits Vorladungen zugestellt.