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23.09.2026
21:53 Uhr
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In Österreich sollen Autofahrer durch eine neue Spritpreisbremse erneut entlastet werden. Damit will die Regierung die Bevölkerung wieder »zukunftsfroh« stimmen.

Die österreichische Regierung hat eine Neuauflage der Spritpreisbremse für Oktober und November beschlossen. Der Preis für Benzin und Diesel soll dadurch um mehr als zwölf Cent je Liter sinken. Die Mineralölsteuer werde um 6,7 Cent herabgesetzt, teilte die Regierung mit. Das entspricht beim Diesel dem EU‑Minimum. Die Gewinnmarge der Mineralölkonzerne werde um 3,5 Cent pro Liter reduziert, das verringere auch die Mehrwertsteuer. Daraus ergebe sich die Gesamtentlastung von mehr als 12 Cent. Der Kampf gegen die Inflation sei für die Regierung eine der obersten Prioritäten, wie das Bundeskanzleramt in Wien mitteilte. Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) begründete den Schritt mit der Eskalation im Nahen Osten und mit Blick auf den US-Präsidenten einer damit verbundenen »Trumpflation«. »Die Politik der Bundesregierung soll dazu beitragen, dass die Menschen in Österreich zukunftsfroh sein können«, sagte Stocker. Auch Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) bezeichnete Donald Trumps Politik als Grund für die hohen Preise. Er sprach von einem Angriffskrieg des US-Präsidenten, der die Treibstoffpreise in die Höhe getrieben habe. Man habe immer gesagt, dass man die Teuerung nicht durchrauschen lasse, sagte Babler. Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (Neos) sagte über den Schritt, dass es darum gehe, die Preisspitzen gezielt zu dämpfen, ohne die Versorgungssicherheit und den Wettbewerb zu gefährden. Deutschland will ebenfalls Spritpreis senken Eine Spritpreisbremse war bereits im April eingeführt worden. Der Preisabschlag betrug zuletzt jedoch nur noch wenige Cent, nun wird er wieder erhöht. Seit Beginn des Irankrieges sind die Spritpreise in Österreich um mehr als 50 Cent gestiegen. Einen ähnlich starken Anstieg der Spritpreise gab es zuletzt Anfang 2022 nach dem russischen Angriff auf die Ukraine. Auch in Deutschland soll ab Oktober der Spritpreis gesenkt werden. Geplant ist, vom 1. Oktober bis 31. Dezember die Energiesteuer auf Diesel und Benzin um rund 14 Cent pro Liter zu reduzieren. Die Mehrwertsteuer eingerechnet ergibt sich laut Regierung an der Zapfsäule eine Entlastung von bis zu 17 Cent pro Liter.