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17.03.2026
16:37 Uhr
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Zweimal soll Kai Wegner einem Bericht zufolge über sein Krisenmanagement beim großen Stromausfall gelogen haben. Berlins Regierender Bürgermeister weist das zurück.

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hat einen Medienbericht über eine angebliche Täuschung der Öffentlichkeit im Zusammenhang mit dem Stromausfall in Berlin Anfang Januar dementiert. "Die Interpretation des Tagesspiegels entbehrt jeder Grundlage", sagte Wegner vor Journalisten. Er werde rechtliche Schritte prüfen lassen. Die Zeitung hatte neue Details zum zeitlichen Ablauf am Tag des Stromausfalls recherchiert . Die Quelle dafür ist die Berliner Senatskanzlei, also der Verwaltungsstab vom Regierenden Bürgermeister. Nach einem Eilantrag beim Berliner Verwaltungsgericht musste die Senatskanzlei laut der Zeitung Informationen zu Wegners Vorgehen an dem Tag für die Presse freigeben. Aus diesen Daten geht demnach hervor, dass Wegner entgegen seiner öffentlichen Aussagen (unter anderem in einem Interview mit Welt -TV) nicht bereits am Vormittag des 3. Januars mit dem Kanzleramt oder dem Bundesinnenministerium Kontakt hatte. Stattdessen habe er lediglich "im Austausch mit verschiedenen Stellen der Senatskanzlei, anderen Senatsmitgliedern und Teilen des Krisenstabs gestanden", schreibt die Zeitung. Wegner geht nicht auf konkrete Abläufe ein Bereits bekannt war, dass Wegner am ersten Tag des Stromausfalls (ebenjenem 3. Januar) mittags eine Stunde Tennis gespielt hatt e. Das hatte er vorher verschwiegen und erst Tage später nach einer Recherche des rbb zugegeben . Jetzt gibt es also auch Zweifel an der Zeit vor dem Tennismatch. Auf die konkreten zeitlichen Abläufe und Telefonate ging Wegner auf der Pressekonferenz am Dienstag nicht ein. Er habe immer gesagt, dass er am 3. Januar mit diversen Stellen im Austausch gewesen sei. Er erkenne an der Berichterstattung des Tagesspiegels keine Neuigkeit, sondern lediglich "eine neue Interpretation". Die Senatskanzlei wies darauf hin, Wegner habe in dem Interview bei Welt -TV keine Angaben zum genauen Zeitablauf gemacht. Der Berliner Grünen-Fraktionsvorsitzende Werner Graf warf Wegner vor, er habe die Öffentlichkeit getäuscht. Der SPD-Spitzenkandidat für die Abgeordnetenhauswahl, Steffen Krach, sagte, Wegner müsse die ganze Wahrheit "übers Netz" bringen. "Aber momentan sieht es nicht danach aus, als ob ihm das gelingen wird." Durch den Brandanschlag auf eine Kabelbrücke Anfang Januar hatten 45.000 Berliner Haushalte in Berlins Westen tagelang keinen Strom. Betroffen waren zeitweise rund 100.000 Menschen. Die linksextremistische Vulkangruppe bekannte sich zu dem Anschlag .