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30.09.2026
14:04 Uhr
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Die Inflation ist infolge der hohen Energiepreise im September auf 3,3 Prozent gestiegen. Es ist der höchste Wert seit Ende 2023.

Hohe Energiepreise haben die Inflationsrate in Deutschland erstmals seit Ende 2023 über die Drei-Prozent-Marke getrieben. Die Verbraucherpreise lagen im September um 3,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt auf Grundlage vorläufiger Zahlen mitteilte. Im August waren es noch 2,9 Prozent gewesen . Energie verteuerte sich im September bundesweit um 14,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, nach 10,5 Prozent im August. Nahrungsmittel kosteten durchschnittlich 0,4 Prozent mehr (August: +0,1 Prozent). Für Dienstleistungen wie Versicherungen oder Reisen wurden 2,7 Prozent mehr verlangt (August: +2,8 Prozent). Die Preise ohne Nahrungsmittel und Energie, auch als Kerninflation bezeichnet, legten erneut um 2,4 Prozent zu. Irankrieg treibt Spritpreise in die Höhe Seit Beginn des Irankriegs Ende Februar treibt teure Energie, darunter auch Heizöl, die Inflation maßgeblich nach oben. Angesichts des Vorrückens der Huthi-Miliz im Jemen an der Meerenge von Bab al-Mandab gab es zuletzt neue Sorgen um die globale Ölversorgung. Der Preis für Brent-Öl stieg zeitweise deutlich über die Marke von 100 Dollar je Barrel (159 Liter). An den Tankstellen in Deutschland erreichten die Preise für E10 und Diesel Höchststände. Um Autofahrer zu entlasten, hat die Bundesregierung erneut einen Tankrabatt beschlossen . Vom 1. Oktober an bis zum Jahresende sinken damit die Steuern auf Sprit um rund 17 Cent je Liter. Das dürfte die Inflation bis Jahresende dämpfen, so wie beim vorherigen Tankrabatt , der im Mai und Juni galt. Allerdings stiegen die Spritpreise wieder, nachdem der erste Tankrabatt ausgelaufen war. Energieversorger dürften Preise im Winter anheben Je länger die Energiepreise hoch sind, umso größer ist das Risiko, dass auch andere Preise steigen, weil etwa Transport und Kühlung von Lebensmitteln teurer werden. Das ifo Institut erwartet, dass Unternehmen die höheren Energiepreise zunehmend an Kunden weitergeben. »Sprit und Heizöl haben sich bereits spürbar verteuert, im Winter dürften die Energieversorger die Preise für Strom und Gas anheben«, sagt ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser.