Zeit 02.10.2026
13:44 Uhr

Schweden: Sozialdemokraten erneut mit Regierungsbildung in Schweden beauftragt


Obwohl der erste Anlauf scheiterte, wurde Sozialdemokratin Andersson erneut mit der Regierungsbildung in Schweden beauftragt. Die Sondierungen beginnen nächste Woche.

Schweden: Sozialdemokraten erneut mit Regierungsbildung in Schweden beauftragt
In Schweden ist die sozialdemokratische Wahlsiegerin Magdalena Andersson erneut mit der Bildung einer Regierung beauftragt worden. Im ersten Anlauf hatte es nicht geklappt, doch Parlamentspräsident Andreas Norlén entschied auf der Grundlage seiner Gespräche mit Parteivertretern, dass Andersson »damit beauftragt wird, die Sondierungsaufgabe wiederaufzunehmen«, wie er vor Journalisten sagte. Der von Andersson angeführte oppositionelle Mitte-links-Block hatte die Parlamentswahl am 13. September knapp gewonnen . Ihre Allianz stellt nach der Wahl 176 Abgeordnete, während das rechte Bündnis des amtierenden Ministerpräsidenten Ulf Kristersson nur auf 173 Mandate kommt. Dennoch war es der Sozialdemokratin in einem ersten Anlauf nicht gelungen, die vier Parteien des Blocks – Sozialdemokraten, Grüne, Linke und Zentrumspartei – für die Bildung einer Regierung zusammenzubringen. Parlamentspräsident Norlén kündigte an, Andersson solle ihre neuen Sondierungen am kommenden Montag beginnen. »Ich will den Parteien etwas Zeit zum Nachdenken geben, bevor der formelle Prozess wiederaufgenommen wird«, sagte er. Die Voraussetzungen im Parlament hätten sich seit der erstmaligen Beauftragung Anderssons mit der Regierungsbildung nicht geändert. Daher sei es vernünftig, dass Andersson ihre Sondierungsgespräche wieder aufnehme. ⁠ Schwierigkeiten bei Regierungsbildung Andersson hatte zunächst aufgegeben , ‌nachdem die Linkspartei einen Kandidaten der konservativen Moderaten ​Sammlungspartei von Kristersson für das Amt des Parlamentspräsidenten unterstützt hatte. Dies habe ihre Bemühungen untergraben, eine Mitte-links-Regierung zu bilden, sagte Andersson. ​Sie nehme die Botschaft der Linkspartei ernst. Als ​Anwärter für eine Regierungsbildung galt nach dem ersten gescheiterten Anlauf auch ⁠Kristersson. ​Bislang gibt es jedoch kaum Anzeichen dafür, ‌dass der amtierende Ministerpräsident auf weniger Hindernisse stoßen würde. Schließlich müsste er die Unterstützung mindestens einer ‌Mitte-links-Partei gewinnen und gleichzeitig den Rückhalt der rechtspopulistischen Schwedendemokraten behalten.