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10.08.2026
13:32 Uhr
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Noch in diesem Jahr brauche es einen Wechsel an der Parteispitze, sagen die Vorsitzenden einer SPD-Arbeitsgemeinschaft. Die jetzige Führung sei gescheitert.

Die Arbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt in der SPD fordert einen Sonderparteitag zur Wahl einer neuen Parteispitze noch in diesem Herbst. »Es gibt in der Bevölkerung eine massive Irritation hinsichtlich der Sozialdemokratie in unserem Land«, sagten die AG-Vorsitzenden Mehria Ashuftah und Orkan Özdemir dem Spiegel . Die Menschen sähen die SPD nicht mehr als politische Option, das sei existenzgefährdend für die Partei, sagten Ashuftah und Özdemir. »Wir rufen die Landesverbände und den Parteivorstand auf, einen außerordentlichen Parteitag im Herbst 2026 zu initiieren.« Die derzeitige SPD-Führungsstruktur mit den Parteivorsitzenden Bärbel Bas und Lars Klingbeil, die zugleich Ministerämter bekleiden, sei »offensichtlich gescheitert«. Parteivorsitz und Regierungsamt in Personalunion seien in der aktuellen Lage der Partei keine Option mehr, sagten die AG-Vorsitzenden. Bereits in den vergangenen Monaten war wiederholt kritisiert worden, dass Bas und Klingbeil wegen ihrer Regierungsämter nicht genügend Zeit für die Parteiarbeit hätten. Unter anderem forderte der SPD-Unterbezirk Bielefeld die beiden Parteivorsitzenden offen auf, sich zwischen dem SPD-Vorsitz und ihren Ministerämtern zu entscheiden. Ein möglicher Termin für einen Sonderparteitag wäre nach den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin Ende September.