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06.10.2026
12:41 Uhr
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In Sibirien stirbt eine Mitarbeiterin eines Pestforschungsinstituts. Die russische Führung weist den Verdacht, dass sie sich mit der Pest infiziert haben soll, von sich.

Nach dem Tod einer Labormitarbeiterin nach einer mutmaßlichen Pesterkrankung in Sibirien haben die Behörden Berichte darüber heruntergespielt. Der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, forderte Journalisten auf, sich »auf die offiziellen Erklärungen« der russischen Verbraucher- und Gesundheitsaufsichtsbehörde Rospotrebnadsor »zu stützen anstatt auf (…) Gerüchte und Spekulationen«. In der russischen Region Irkutsk am Baikalsee war in der vergangenen Woche nach Behördenangaben eine Frau gestorben. Das Onlinemedium Menschen vom Baikal berichtete, dass die 28-Jährige für das Institut zur Pestbekämpfung von Irkutsk gearbeitet habe. Sie habe sich demnach möglicherweise durch ein zerbrochenes Reagenzglas mit dem Lungenpesterreger angesteckt. Bis zu 200 Menschen, mit denen die Verstorbene in Kontakt war, seien zeitweise unter Quarantäne gestellt worden. Der Gouverneur von Irkutsk, Igor Kobsew, teilte mit, dass bei der Obduktion der Frau keine Anzeichen der Krankheit festgestellt worden seien. Eine aus Experten bestehende Sonderkommission habe bei einer Untersuchung in der Region festgestellt, dass »die Todesursache eine Lungenentzündung unbekannter Ursache war«. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde wurden auch bei den Menschen, die Kontakt zu der Frau hatten, keine Pestfälle festgestellt. USA bieten Russland Hilfe an Die USA »beobachten« laut US-Außenminister Marco Rubio die Lage. »Natürlich gibt es nur sehr begrenzten Reiseverkehr zwischen den USA und Russland, aber wie bei allem anderen auch: Wenn so etwas nach außen dringt, könnte es sich schnell ausbreiten«, sagte Rubio. »Ich halte das nicht für einen Grund zur Beunruhigung, aber es ist ein Grund, wachsam zu sein und die Sache im Auge zu behalten.« US-Präsident Donald Trump bot Russland Hilfe an. Die Pest ist eine Infektionskrankheit, die durch Bakterien ausgelöst wird. Die Lungenpest ist laut der Weltgesundheitsorganisation hochansteckend und kann tödlich verlaufen, wenn sie nicht umgehend behandelt wird.