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03.10.2026
17:40 Uhr
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Wäre heute Bundestagswahl, käme die AfD laut einer Insa-Umfrage auf 30 Prozent. Eine andere Erhebung sieht die Partei bei 26 Prozent, aber ebenfalls als stärkste Kraft.

Die AfD kommt in einer neuen Umfrage bundesweit erstmals auf 30 Prozent. Damit legte die Partei im Vergleich zur Vorwoche um einen Prozentpunkt zu, wie aus der Erhebung des Insa-Instituts für die Bild -Zeitung hervorgeht. Zugleich verliert die Union aus CDU und CSU demnach einen Punkt und fällt mit nur noch 18 Prozent auf einen neuen Tiefstand . Damit liegt die AfD zwölf Prozentpunkte vor der Union von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) . Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa für RTL Deutschland sieht die AfD bei 26 Prozent und die Union bei 19 Prozent. Sowohl für die AfD als auch für die Union sind es innerhalb der Insa-Daten die bisherigen Höchst- beziehungsweise Tiefstwerte. Einzelne andere Institute haben diese Werte bei der sogenannten Sonntagsfrage schon gemessen: So lag die Union Mitte September bereits bei YouGov bei 18 Prozent und die AfD zur selben Zeit beim Institut GMS bei 30. Bei jüngeren Messungen anderer Institute wie etwa Forsa lag die AfD teilweise bis zu vier Punkte niedriger, die Union bis zu fünf Punkte höher. Unzufriedenheit mit Merz und Regierung weiter hoch In der Vergangenheit hatte die Union in einer Umfrage schon einmal annähernd tief gelegen: Im Oktober 2021 ermittelte Insa für sie 18,5 Prozent. In der neuen Insa-Erhebung bleiben auch Merz’ Zustimmungswerte niedrig: Jeweils 79 Prozent der Befragten äußerten sich über die Arbeit des Kanzlers und die der Bundesregierung insgesamt unzufrieden. In der Insa-Umfrage unter 1.202 Befragten liegen SPD (unverändert) und Grüne (minus eins) gleichauf bei 14 Prozent. Die Linkspartei verharrt bei zehn Prozent. BSW und FDP liegen mit je vier Prozent unter der Fünf-Prozent-Hürde und würden nicht in den Bundestag einziehen. Insa gibt die maximale Fehlertoleranz mit plus/minus 2,9 Prozentpunkten an. Experten sehen zunehmende Normalisierung der AfD Die AfD wird bundesweit vom Verfassungsschutz als Verdachtsfall beobachtet. Einzelne Landesverbände werden vom jeweiligen Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft. Die stetige Zustimmung für die Partei erklären Experten mit zunehmender Stammwählerschaft und Normalisierung. »Menschen, die die AfD wählen, gehen der Partei oft auch dann nicht von der Fahne, wenn es einen Skandal um die Partei gibt«, sagt der in Halle lehrende Politikwissenschaftler Marcel Lewandowsky. »Das liegt entweder daran, dass sie die Negativschlagzeilen über die AfD nicht glauben, oder daran, dass es keine andere Partei gibt, von der sie sich vertreten fühlen.« Er sieht eine Normalisierung von AfD-Positionen »durch die Parteien der politischen Mitte, teilweise auch eine Annäherung an ihre Sprache, insbesondere in der Migrationspolitik«. Davon profitiere am Ende die AfD, weil sie für mehr Menschen wählbar werde.