Zeit 28.09.2026
11:14 Uhr

Monsun: Mehr als 100 Tote durch Überschwemmungen in Nordindien und Nepal


Zum Ende der Monsunzeit sorgen schwere Regenfälle in Indien und Nepal für Erdrutsche und Überschwemmungen. Ganze Dörfer wurden von der Außenwelt abgeschnitten.

Monsun: Mehr als 100 Tote durch Überschwemmungen in Nordindien und Nepal
Schwere Regenfälle infolge eines Monsuntiefs haben im Norden Indiens und im benachbarten Nepal Erdrutsche und Überschwemmungen verursacht. Behörden zufolge starben dadurch mehr als 100 Menschen in beiden Ländern, davon allein 81 im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh. In Nepal starben landesweit mindestens 27 Menschen, wie ein Sprecher des nepalesischen Katastrophenschutzes NDRRMA sagte. Die Überschwemmungen führten dazu, dass in beiden Ländern Gebäude und Brücken einstürzten. Zudem wurden Straßen und Ernten beschädigt und zerstört. Einzelne Dörfer wurden von der Außenwelt abgeschnitten. Ursache für die Regenfälle ist nach Angaben des indischen Wetterdienstes ein Monsuntief aus dem Golf von Bengalen, das über Zentralindien hinwegzog und sich auch in Nepal auswirkte. Eigentlich ist die Monsunzeit dort so gut wie vorbei. Meteorologen erwarten daher, dass sich die Wetterlage stabilisiert. Tote nach Lawinenabgang in Nepal Die starken Regen- und Schneefälle haben zudem den Verkehr auf zahlreichen Straßen sowie auf Wanderwegen in ganz Nepal beeinträchtigt. Die Behörden sahen sich daher gezwungen, Wander- und Kletteraktivitäten auf mehreren Gipfeln auszusetzen. In Nepal befinden sich acht der 14 höchsten Berge der Welt. Der Bergsteiger- und Wandertourismus ist eine der wichtigsten Einnahmequellen für das Land. Zudem hat es am Sonntag am Berg Himlung im Himalaya einen Lawinenabgang gegeben. Bei diesem sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Rettungskräfte suchen derweil immer noch nach 14 Vermissten. Auch diesen Zwischenfall führen Behörden auf das Monsuntief zurück. In den vergangenen Wochen war Nepal von mehreren schweren Naturkatastrophen betroffen. Ende August kamen bei einer durch einen Gletscherabbruch ausgelösten Sturzflut mindestens 1.400 Menschen ums Leben , mehr als 6.000 weitere werden noch vermisst.