Zeit 18.03.2026
06:18 Uhr

Libanon: Israels Offensive und die Machtlosigkeit der libanesischen Regierung


Israel hat vor, seine Militäroffensive im Libanon auszuweiten. Was bedeutet das für die Menschen dort? Und: deutsches Kolonialerbe in Namibia

Libanon: Israels Offensive und die Machtlosigkeit der libanesischen Regierung
Im Libanon herrscht Sorge vor der wohl größten Bodenoffensive Israels seit 20 Jahren. Das US-amerikanische Nachrichtenportal Axios berichtet, dass Israel wohl das gesamte Gebiet südlich des Litani-Flusses einnehmen will . Axios bezieht sich dabei auf israelische und US-Kreise. Bereits am Wochenende hatte die Times of Israel von Einsätzen israelischer Bodentruppen im Südlibanon berichtet. Dabei seien zahlreiche Menschen getötet worden, die nach israelischen Angaben der irantreuen Miliz Hisbollah angehört hätten, das israelische Verteidigungsministerium bestätigte dies. Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums wurden bei den israelischen Angriffen auf den Libanon seit Beginn der Beteiligung der Hisbollah am Irankrieg bereits 886 Menschen getötet und mehr als 2.100 weitere verletzt . Außerdem seien mehr als eine Million Menschen seit dem Wiederaufflammen des Konflikts zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon vertrieben worden. ZEIT-Autorin Stella Männer berichtet aus Beirut von der Lage im Land. Die Kolonialgeschichte Deutschlands wirkt bis heute nach, in Namibia gehört ein Großteil des Landes den Nachfahren deutschstämmiger Siedler. In der ehemaligen Kolonie "Deutsch-Südwestafrika" beging Deutschland einen Völkermord , ab 1904 ermordeten deutsche Soldaten systematisch mehr als 65.000 Menschen aus dem Volk der Herero und 10.000 Nama. Sie wurden erschossen, in Konzentrationslager gesperrt oder in die Wüste getrieben. Bis heute ist vor allem sehr wasser- und ressourcenreiches Land in Namibia vorwiegend im Besitz weißer Farmer. Viele Herero leben dahingegen in Armut. Zu ihrer eigenen Familiengeschichte in Namibia und der Frage, wie ihre Verwandten dort an ihren Besitz gekommen sind, hat die ZEIT-Autorin Luise Land recherchiert. Und sonst so? Berlinerisch stirbt aus – zumindest in Berlin . Moderation und Produktion: Azadê Peşmen Redaktion: Philip-Johann Moser Mitarbeit: Mathias Peer , Mira Schrems Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier . Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de .