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18.08.2026
17:32 Uhr
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Der Linkenpolitiker Daniel Trepsdorf zieht seine Direktkandidatur in Schwerin zurück und ruft zur Wahl von Manuela Schwesig auf. Damit will er einen AfD-Sieg verhindern.

Der Linkenpolitiker Daniel Trepsdorf hat seine Direktkandidatur bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern überraschend zurückgezogen. Er unterstützt stattdessen Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD), wie er der Nachrichtenagentur dpa mitteilte. Er tue dies, um einen möglichen Sieg des AfD-Kandidaten Leif-Erik Holm in dem Wahlkreis zu verhindern, sagte der 50-Jährige. Seiner Überzeugung nach müssten demokratische Kräfte zusammenstehen »und eine Wahlempfehlung für die versierteste und aussichtsreichste Kandidatin aussprechen«, sagte Trepsdorf. Er fordere alle Wähler und Wählerinnen dazu auf, die Erststimme im Wahlkreis Schwesig zu geben. »Genauso deutlich sage ich: Zweitstimme Die Linke. Damit das Land die Politik der MV-Koalition fortführen kann.« In Mecklenburg-Vorpommern wird am 20. September – zeitgleich zur Abgeordnetenhauswahl in Berlin – ein neuer Landtag gewählt. SPD und Linke bilden derzeit eine rot-rote Landesregierung. Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap von Anfang Juli zufolge käme die Koalition landesweit auf rund 41 Prozent (29 Prozent SPD, 12 Prozent Linke) der Stimmen, während die AfD 36 Prozent erreichen würde und damit stärkste Kraft wäre. Im Wahlkreis 8 treffen die Spitzenkandidaten von SPD und AfD, Schwesig und Holm, direkt aufeinander. Schwesig will Mecklenburg-Vorpommern vor AfD »retten« Schwesig, die Mecklenburg-Vorpommern seit 2017 regiert, hat im Wahlkampf ebenfalls wiederholt vor der AfD gewarnt und angekündigt, ihr Bundesland vor der Partei »retten« zu wollen. In welcher Koalition ihr dies gelingen könnte, ist allerdings unklar. Die CDU, mit der Schwesigs SPD in der Vergangenheit ebenfalls koaliert hat, kommt in Umfragen nur auf rund zehn Prozent – und schließt eine Zusammenarbeit mit der Linken aufgrund eines Unvereinbarkeitsbeschlusses aus. Der Einzug der Grünen in den Landtag ist ungewiss – sie kommen in Umfragen derzeit auf rund fünf Prozent. Experten gehen davon aus, dass sich das Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt auch auf das Wahlverhalten der Menschen in Mecklenburg-Vorpommern auswirken wird. In Sachsen-Anhalt wird am 6. September ein neuer Landtag gewählt. Dort liegt die AfD in Umfragen deutlich vorn ; ihr Spitzenkandidat Ulrich Siegmund könnte der erste Ministerpräsident seiner Partei werden.