Zeit 27.05.2026
19:56 Uhr

LNG: Deutschland einigt sich mit Kanada auf Import von Flüssigerdgas


Ab den 2030er-Jahren will Deutschland jährlich eine Million Tonnen LNG aus Kanada importieren – womöglich bis 2050. Dabei will Deutschland bereits 2045 klimaneutral sein.

LNG: Deutschland einigt sich mit Kanada auf Import von Flüssigerdgas
Deutschland hat sich mit Kanada auf die Lieferung von jährlich einer Million Tonnen Flüssigerdgas (LNG) geeinigt. Dafür habe das bundeseigene Unternehmen Sefe eine Absichtserklärung mit dem kanadischen Unternehmen Ksi Lisims LNG unterzeichnet, teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit. Es handelt sich demnach um die erste langfristige LNG-Partnerschaft von Sefe mit einem kanadischen Lieferanten. Die Lieferungen sollen Anfang der 2030er-Jahre beginnen und über einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren erfolgen. Deutschland hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2045 klimaneutral zu sein. LNG ist ein fossiler Energieträger und nicht klimaneutral. Das Bundeswirtschaftsministerium weist jedoch darauf hin, dass das kanadische Projekt LNG zu den »emissionsärmsten LNG-Großprojekten weltweit« gehöre. Die Verflüssigungsanlagen würden vollständig elektrisch betrieben und mit erneuerbarer Wasserkraft versorgt. Entstehen soll das Exportterminal vor der Nordwestküste der kanadischen Provinz British Columbia. Sefe hieß früher Gazprom Germania Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), sagte, die Vereinbarung sei »Ausdruck einer strategischen Partnerschaft zwischen Deutschland und Kanada im Bereich der Energieversorgung«. Durch eine engere Zusammenarbeit diversifiziere man Beschaffungswege und mache die Volkswirtschaften »widerstandsfähiger gegenüber globalen Risiken«. Sefe hieß früher Gazprom Germania, war eine Tochter des russischen Staatskonzerns Gazprom und wurde als Folge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine und der Energiekrise in Deutschland verstaatlicht.