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26.05.2026
12:16 Uhr
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Zwei Iraker stehen in Düsseldorf vor Gericht, weil sie dem »Islamischer Staat« angehört haben sollen. Die Bundesanwaltschaft klagt sie wegen Terrorismus an.

Der Generalbundesanwalt hat Anklage gegen zwei mutmaßliche frühere Mitglieder der islamistischen Terrormiliz »Islamischer Staat« (IS) erhoben. Die beiden Iraker gehörten nach Ansicht der Bundesanwaltschaft in ihrem Heimatland verschiedenen Einheiten der islamistischen Organisation an. Ihnen werde die Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung in den Jahren 2016 und 2017 zur Last gelegt. Die Anklage erfolgte am Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf. Dieser muss entscheiden, ob er die Anklage des Generalbundesanwalts zulässt und wann es zum Prozess kommen soll. Nach Angaben der Bundesanwaltschaft soll einer der Beschuldigten einem Scharia-Komitee angehört haben, der andere war demnach Kämpfer. Beide waren am 2. Dezember im rheinland-pfälzischen Trier und im nordrhein-westfälischen Delbrück festgenommen und danach in Untersuchungshaft untergebracht worden. Durchsuchungen fanden auch bei drei weiteren Beschuldigten in Köln, Chemnitz und in Wittmund in Niedersachsen statt. Anklagen gegen Kämpfer des sogenannten Islamischen Staates (IS) in Europa gab es bereits mehrere. Zuletzt startete das Landesgericht Wiener Neustadt einen Prozess gegen mehrere mutmaßliche IS-Mitglieder, die ein Konzert von Taylor Swift angreifen wollten .