Zeit 29.05.2026
20:48 Uhr

Irankrieg: Bulgarien will keine Stationierung von US-Tankflugzeugen mehr erlauben


Wegen eines Streits um Einreiseregeln will Bulgarien die Stationierung von US-Tankflugzeugen untersagen. Obwohl EU-Bürger, brauchen Bulgaren für Reisen in die USA Visa.

Irankrieg: Bulgarien will keine Stationierung von US-Tankflugzeugen mehr erlauben
Bulgarien will den USA aufgrund eines Streits um Visavorgaben bald keine Stationierung von militärischen Tankflugzeugen mehr gestatten. Das teilte Ministerpräsident Rumen Radew mit. Er habe die Frist für die Stationierung bis Ende Juni verlängert, damit die Vereinigten Staaten Zeit hätten, um einen alternativen Standort zu finden oder ihr Handeln zu überdenken. Radew sagte, er habe bislang keine »positive Antwort« erhalten, nachdem er mit US-Präsident Donald Trump vergangene Woche über die Einreisebedingungen für Bulgaren gesprochen habe. Er verstehe die schwierigen Regulierungen und den Zeitaufwand, doch »wir haben unsere Prioritäten und Verfahren«, sagte Radew laut der bulgarischen Nachrichtenagentur BTA. Daher könne man die Bitte für einen langen Aufenthalt von Flugzeugen und Tankern am Flughafen in der Hauptstadt Sofia nicht bejahen, sagte Radew demnach weiter. Bulgarien gehört zu den wenigen EU-Ländern, deren Bürger für eine touristische Reise in die USA ein Visum benötigen. Der neu gewählte Ministerpräsident will diese Regelung laut eigener Aussage umgehend ändern. Die US-Armee stationierte Mitte Februar kurz vor Beginn des Irankriegs Flugzeuge des Typs KC-135 Stratotanker in Bulgarien. Das Land gewährte den USA den Schritt im Rahmen der Nato-Kooperation. Ursprünglich sollte die Erlaubnis Ende Mai auslaufen. Wegen der Stationierung hatte Bulgarien eigenen Angaben zufolge im April eine diplomatische Protestnote des Iran erhalten.