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17.08.2026
10:08 Uhr
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Insgesamt hellt sich die Stimmung beim Wohnungsbau etwas auf. Allerdings klagen die Bauunternehmen in Deutschland vermehrt über stornierte Projekte.

Die Stimmung im Wohnungsbau hat sich laut einer Umfrage des ifo Instituts leicht verbessert. Das Geschäftsklima stieg von minus 30,6 Punkten im Juni auf minus 29,3 Punkte, wie das Wirtschaftsforschungsinstitut in München mitteilte. »Die gestiegenen Baugenehmigungen kommen offenbar langsam in der Branche an«, sagte der Leiter der ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. »Bis daraus eine breite Erholung entsteht, ist es aber noch ein weiter Weg.« Die Unternehmen bewerteten ihre aktuelle Lage in der Umfrage positiver. Auch bei der Auftragslage zeigte sich eine leichte Entspannung. Der Anteil der Unternehmen, die zu wenige Aufträge meldeten, sank etwas von 43,7 auf 41,2 Prozent. Bei der Materialversorgung hat sich die Situation ebenfalls entspannt. So sank der Anteil der Unternehmen mit Engpässen bei wichtigen Vorprodukten von 9,7 auf 8,5 Prozent. Mehr Stornierungen von Aufträgen Allerdings stieg der Anteil der Unternehmen, die von stornierten Aufträgen berichten, von 11,4 auf 13,1 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie aus der ifo-Umfrage hervorgeht. »Die Auftragslage entwickelt sich langsam in die richtige Richtung, gleichzeitig werden wieder mehr Projekte storniert«, sagte Wohlrabe. »Das zeigt, wie fragil die Erholung im Wohnungsbau weiterhin ist.« Die Erwartungen der Unternehmen verschlechterten sich im Vergleich zum Juni etwas. Laut dem if Institut bleiben die Unternehmen pessimistisch . Nach Schätzungen von Experten fehlen in Deutschland rund 1,4 Millionen Wohnungen. Die Bundesregierung hat daher den sogenannten Bauturbo beschlossen, der es Kommunen erlauben soll, schneller nachzuverdichten, aufzustocken, zu erweitern und umzunutzen. Auch Baustandards sollen gesenkt werden. Zudem sollen Rekordmittel in den sozialen Wohnungsbau fließen. Umweltverbände sehen darin allerdings Risiken für den Umweltschutz . Eine Abschwächung der Bürgerbeteiligung bei Planungsverfahren steht ebenfalls in Kritik. Die Zahl der Baugenehmigungen stieg von Januar bis Mai um 15,4 Prozent auf 104.700 Wohnungen. Allerdings dürften dem ifo Institut zufolge in diesem Jahr nur 185.000 Wohnungen fertiggestellt werden . Das sei ein 15-Jahres-Tief. »Die Aussichten für den Wohnungsbau in Deutschland hatten sich bis zum Februar zwar etwas aufgehellt«, sagte ifo-Branchenexperte Ludwig Dorffmeister. »Der Irankrieg und die anziehende Bauinflation dürften den Projektentwicklern und Häuslebauern das Leben aber wieder erschweren.«