Zeit 01.10.2026
08:50 Uhr

Ifo-Institut: Geschäftsklima in der deutschen Elektroindustrie steigt deutlich


Die Stimmung in der deutschen Elektroindustrie ist so gut wie seit Jahren nicht mehr. Ein Grund dafür ist, dass die Unternehmen deutlich mehr Neuaufträge verbuchen.

Ifo-Institut: Geschäftsklima in der deutschen Elektroindustrie steigt deutlich
Anders als in anderen Industriebranchen ist die Stimmung in der deutschen Elektroindustrie sehr positiv. Das Geschäftsklima für die Sparte verbesserte sich im September erneut deutlich, wie das ifo-Institut in München mitteilte. 8,3 Punkte nahm der Wert demnach zu, und lag nun bei 24,8. Das ist der beste Wert seit mehr als drei Jahren. Insbesondere die aktuelle Geschäftslage wird fast doppelt so gut eingeschätzt wie bei der letzten Befragung im August. Der Wert sprang um 14 Punkte auf 29. Auch die Geschäftserwartungen verbesserten sich, allerdings nicht ganz so stark. Der Leiter für Befragungen des ifo-Instituts, Klaus Wohlrabe, sieht die Elektroindustrie zunehmend als Konjunkturmotor innerhalb der deutschen Industrie. »Während viele Industriebranchen noch mit einer schwachen Nachfrage kämpfen, laufen hier die Geschäfte bereits deutlich besser«, sagte er. Als Grund für die positive Entwicklung nannte das Institut die deutlich gestiegene Zahl an Neuaufträgen. Erstmals seit längerer Zeit ist die Branche insgesamt wieder mit ihrem Auftragsbestand zufrieden. Fehlende Vorprodukte könnten die Stimmung eintrüben Entsprechend expansiv ausgerichtet sind die Produktionspläne. Die Unternehmen planen, ihre Fertigung in den kommenden Monaten auszuweiten, wie das ifo-Institut mitteilte. Auch vom Auslandsgeschäft würden Impulse erwartet. Die ​gute Auftragslage bringt dem Institut zufolge allerdings auch Probleme ​mit sich. Rund 40 Prozent der ‌Unternehmen berichten von fehlenden Vorprodukten, wie Halbleitern. Gleichzeitig beabsichtigen mehr Unternehmen, ihre Verkaufspreise anzuheben. Die Nachfrage ‌sei derzeit nicht das Problem, sagte Wohlrabe. »Zum Engpass könnte ​dagegen die Versorgung mit Vorprodukten werden.«