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08.10.2026
05:33 Uhr
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Laut ihren Anwälten ist Christa Pike bei Bewusstsein, »wütend und verwirrt«. Sie fordern, dass nicht noch einmal versucht wird, sie hinzurichten.

Eine Woche nach der gescheiterten Hinrichtung von Christa Pike im US-Bundesstaat Tennessee leidet die zum Tode verurteilte US-Amerikanerin unter schweren gesundheitlichen Schäden. Das gaben ihre Anwälte bekannt. Pike sei geistig verwirrt, sie könne ihre Arme nicht bewegen und nicht schlucken. Es gebe Momente, in denen sie für eine Weile abdrifte, sagte Anwalt Randy Spivey. »Wo bin ich, und wer seid ihr?«, habe sie nach dem Aufwachen gefragt. Spivey teilte zudem mit, dass Pike beinahe von den lebenserhaltenden Geräten getrennt worden war, bevor sie Anzeichen einer Wiederbelebung zeigte. »Am Montagabend waren wir der Auffassung, dass Christa hirntot sei und dass die lebenserhaltenden Maßnahmen am nächsten Tag beendet würden«, sagte er. Vergangenen Dienstag sei sie jedoch »zur großen Überraschung aller« aufgewacht und habe gesprochen. Pikes Anwälte gehen davon aus, dass der Staat an einer Hinrichtung festhalten werde. »Nach allem, was wir gesehen haben, ist es unvorstellbar, dass der Staat erneut versuchen würde, sie hinzurichten«, sagte Spivey. Die Anwälte forderten den republikanischen Gouverneur von Tennessee, Bill Lee, dazu auf, ihre Strafe in eine lebenslange Haftstrafe umzuwandeln, ohne die Möglichkeit einer vorzeitigen Entlassung. »Wütend und verwirrt« Pike ist sich den Angaben der Anwälte zufolge bewusst, dass der Staat versucht hat, sie hinzurichten. Spivey sagte, seine Mandantin sei im Moment »wütend und verwirrt«. Ihre Prognose sei unklar, und ihr Weg zur Genesung sei noch lang. Durch die versuchte Hinrichtung habe sie Verbrennungen an den Armen erlitten. Derzeit sei sie an ihr Krankenhausbett gekettet. Pike waren am vergangenen Mittwochabend zwei Dosen des giftigen Mittels Pentobarbital verabreicht worden. Damit sollte sie hingerichtet werden – sie überlebte jedoch. Nachdem sie in einem Krankenhaus im Raum Nashville künstlich beatmet worden war, kam die US-Amerikanerin nach Angaben ihrer Anwälte am Dienstag wieder zu Bewusstsein.