|
28.05.2026
15:38 Uhr
|

Die Berliner Polizei ist mit einem größeren Aufgebot auf dem Tempelhofer Feld im Einsatz. Es bestehe der »Verdacht einer Gefahrenlage«, teilte die Behörde auf der Onlineplattform X mit. »Unsere Einsatzkräfte sind bereits sichtbar vor Ort und überprüfen die Situation«, hieß es. »Bislang haben unsere Einsatzkräfte keine konkrete Gefahr festgestellt.« Nach Angaben eines Polizeisprechers soll ein Mensch mit einer Waffe oder einem »schusswaffenähnlichen Gegenstand« gesehen worden sein. Polizisten suchen nun das Gelände nach der Person ab, wie der Sprecher sagte. Mehr als 100 Polizistinnen und Polizisten sind demnach vor Ort. Die Vielzahl der Einsatzkräfte hänge vor allem mit der Größe des Tempelhofer Feldes zusammen, hieß es. Auch ein Hubschrauber wurde bei der Suche eingesetzt. Einzelne Zugänge zu dem Gelände sind laut Polizei aufgrund des Einsatzes gesperrt. Ein Verlassen des Feldes sei aber jederzeit möglich, hieß es. Größere Suche im März in der Hasenheide Vor gut zwei Monaten gab es einen vergleichbaren Großeinsatz der Polizei in dem nahegelegenen Volkspark Hasenheide. Damals hatten Zeugen von Schüssen berichtet. Zahlreiche Polizisten sowie ein Hubschrauber und Hunde suchten damals das Gelände ab - nach knapp drei rund Stunden wurde der Einsatz ohne Ergebnisse beendet. In den vergangenen Monaten gibt es vermehrt Schüsse auf den Straßen Berlins. Wegen der Entwicklung wurde bei der Polizei die Sondereinheit des Landeskriminalamtes (LKA) »Ferrum« (lateinisch, übersetzt: »Eisen«) eingerichtet. Die Berliner Staatsanwaltschaft zog mit der neuen Ermittlungsgruppe »Telum« nach. Durch Razzien in Bars und an Treffpunkten soll die organisierte Kriminalität unter Druck gesetzt werden. © dpa-infocom, dpa:260528-930-141355/2