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07.08.2026
14:59 Uhr
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In der Kritik um Gianni Infantino dringt Norwegens Fußball-Verbandspräsidentin auf dessen Rücktritt. Sepp Blatter schlägt sie als Infantinos Nachfolger vor.

Der norwegische Fußball-Verband NFF hat sich für den sofortigen Rücktritt von Gianni Infantino ausgesprochen. »Wir werden den Fifa-Präsidenten jetzt zum Rücktritt auffordern«, sagte die NFF-Vorsitzende Lise Klaveness nach einer Sitzung der Verbandsführung. »Wir haben beschlossen, dass wir Infantino nicht mehr vertrauen.« Infantino verfüge nicht über das institutionelle Vertrauen, das erforderlich sei, um die Fifa in der derzeitigen Phase stabil zu führen, sagte sie weiter. »Für Gianni Infantino gibt es keinen Weg zurück mehr«, hieß es. Im aktuellen Chaos könne der Schweizer »nicht mehr die Persönlichkeit sein, die in der Lage ist, alle zu vereinen«, sagte Klaveness zudem. Blatter schlägt Klaveness als Fifa-Präsidentin vor »Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem außergewöhnliche Maßnahmen erforderlich sind, um einen dauerhaften Wandel herbeizuführen«, sagte Klaveness. Zuvor hatte Ex-Präsident Sepp Blatter Klaveness als mögliche Nachfolgerin Infantinos vorgeschlagen. »So weit sind wir noch nicht«, sagte sie vor diesem Hintergrund. Klaveness gilt als eine der deutlichsten Kritikerinnen Infantinos. Infantino hatte versucht, Anteile an Turnieren des Weltverbandes an private Investoren zu verkaufen. Infolge von Kritik und Druck der Europäischen Fußball-Union Uefa musste Infantino die Pläne allerdings innerhalb weniger Tage wieder zurückrufen. Europa hatte sich geschlossen gegen Infantino gestellt und droht, Fifa-Wettbewerbe zu boykottieren . Die Nationalverbände England, Schweden, Wales und Serbien zogen ihre Unterstützungsschreiben zurück. Aus dem Block der 35 Verbände von Nord- und Mittelamerika sowie der Karibik, der bislang geschlossen an der Seite der Uefa zu stehen schien, zeigte Mexikos Verband FMF zuletzt Verständnis für Infantino. »Die FMF unterstützt die Führung von Präsident Infantino dabei, die Entwicklung des Fußballs durch institutionelle Stärkung weiter voranzutreiben«, hieß es in einer Stellungnahme. Die Fifa-Führungsspitze trat nach einer Krisensitzung geeint auf und sicherte Infantino Unterstützung zu. Sie räumte aber Fehler bei den Investorenplänen ein.