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29.05.2026
13:30 Uhr
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Die WHO hat den ersten Genesungsfall nach einer Ebola-Infektion in der DR Kongo gemeldet. Ein US-Quarantänezentrum in Kenia darf vorerst nicht öffnen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den ersten Genesungsfall nach einer bestätigten Ebola-Infektion beim aktuellen Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo verzeichnet. Das zentralafrikanische Land habe mitgeteilt, dass am Mittwoch ein Patient genesen sei und das Krankenhaus verlassen habe, sagte die WHO-Spezialistin Anaïs Legand. Es handele sich um die erste Person, die seit Beginn der Epidemie nach zwei negativen Tests aus einem Behandlungszentrum nach Hause geschickt worden sei. Die Gesundheitsbehörde der Afrikanischen Union (Africa CDC) zählt bisher 1.077 Verdachtsfälle, darunter 246 Todesfälle. Laut der WHO gibt es in der Demokratischen Republik Kongo 906 Verdachtsfälle von Ebola, darunter 223 mutmaßliche Todesfälle, die untersucht würden. In Uganda wurden neun Ebola-Fälle gemeldet. Die globalen Gesundheitsbehörden arbeiten fieberhaft daran, medizinische Optionen zu finden, um den Ebola-Ausbruch im Osten der Demokratischen Republik Kongo einzudämmen , der mit dem Bundibugyo-Stamm des Virus in Verbindung steht. Derzeit gibt es 125 bestätigte Fälle, darunter 17 Todesfälle. Sterblichkeitsrate von bis zu 40 Prozent Der Ausbruch des seltenen Bundibugyo-Stammes, gegen den es keinen Impfstoff gibt, wurde von der WHO zu einer gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite erklärt. Experten sind alarmiert, da der Ausbruch lange unentdeckt blieb und sich in einem dicht besiedelten Gebiet ausbreitete. Sie warnen vor einem wahrscheinlichen Anstieg der Opferzahlen. Das Bundibugyo-Ebolavirus weise eine Sterblichkeitsrate von bis zu 40 Prozent auf. Eine kleine Anzahl experimenteller Impfstoffe und Therapien wird derzeit bewertet, und die globalen Gesundheitsbehörden prüfen, ob bereits existierende Ebola-Behandlungen Schutz bieten könnten – bisher nur gestützt auf begrenzte Tierdaten. Die meisten experimentellen Behandlungen wurden noch nicht an Menschen getestet und würden vor ihrem Einsatz im Kongo eine Notfall- oder Härtefallgenehmigung benötigen. Gericht stoppt US-Quarantänezentrum in Kenia Währenddessen hat ein Gericht in Kenia die geplante Eröffnung eines Ebola-Quarantänezentrums für US-Bürger in dem ostafrikanischen Land vorerst gestoppt. Bis auf Weiteres dürfe die kenianische Regierung kein von den USA oder anderen Staaten gegründetes Zentrum für die Quarantäne oder Behandlung von Ebola-Patienten auf kenianischem Staatsgebiet genehmigen, hieß es in dem am Freitag gefällten Urteil des für Menschenrechtsfragen zuständigen Hohen Gerichts in Kenia. Das Quarantänezentrum mit 50 Betten in der Region Laikipia sollte laut US-amerikanischen Medien ab Freitag einsatzbereit sein. Die kenianische Regierung habe dafür ihr Einverständnis gegeben, berichtete der Sender CNN unter Berufung auf Regierungsbeamte. Eine offizielle Bestätigung seitens der kenianischen Regierung gab es nicht.