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29.05.2026
23:27 Uhr
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Das Historiendrama »In die Sonne schauen« hat die Goldene Lola für den besten Spielfilm und neun weitere Preise gewonnen. Regisseur Wim Wenders erhielt den Ehrenpreis.

Der Film »In die Sonne schauen« von Regisseurin Mascha Schilinski hat den Deutschen Filmpreis gewonnen. Das Drama wurde in Sachsen-Anhalt gedreht und erzählt eine Geschichte von vier Frauen aus unterschiedlichen Epochen, deren Leben auf unheimliche Weise miteinander verwoben sind. Das Historiendrama war mit den meisten Nominierungen, insgesamt elf, ins Rennen gegangen und gewann insgesamt zehn Preise. Es wurde unter anderem für das beste Kostümbild, das beste Drehbuch und die beste Nebendarstellerin ausgezeichnet. Der Politthriller »Gelbe Briefe« von İlker Çatak gewann die Lola in Silber. Der Film erzählt von einem Künstlerpaar, das politischen Repressionen ausgesetzt ist. Als bester Hauptdarsteller wurde August Diehl für seine Leistung in »Das Verschwinden des Josef Mengele« ausgezeichnet. Beste Hauptdarstellerin ist Senta Berger Den Preis für die beste Hauptdarstellerin gewann Senta Berger für ihre Rolle in der Buchverfilmung »Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke«. Im Film ihres Sohnes Simon Verhoeven ist die Schauspielerin als Großmutter des Protagonisten Joachim zu sehen. Der Film erhielt zudem die Lola in Bronze. Der Regisseur Wim Wenders wurde mit dem diesjährigen Ehrenpreis der Deutschen Filmakademie ausgezeichnet. Akademiechef Florian Gallenberger beschrieb das Werk von Wenders als »grenzenlos und gleichzeitig so unverwechselbar«. Wenders äußerte sich in Berlin auch zu einer umstrittenen Nacktszene aus seinem preisgekrönten Film »Falsche Bewegung« aus dem Jahr 1975. Die Schauspielerin Nastassja Kinski ist darin als 13-Jährige mit nacktem Oberkörper zu sehen. »Das würde ich heute nie mehr so machen«, sagte der 80-Jährige in Berlin und räumte zugleich ein, er tue sich mit dem Schritt, einen Film nachträglich zu bearbeiten schwer. Er bat die Deutsche Filmakademie um eine Diskussion zu diesem Thema, besonders mit jüngeren Leuten. Zur Preisverleihung waren rund 1.900 Gäste geladen, darunter auch Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos). Wegen einer technischen Störung wurde die Veranstaltung zwischenzeitlich für 40 Minuten unterbrochen. Nach Angaben einer Sprecherin gab es Probleme mit einer Leinwand.