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30.05.2026
15:44 Uhr
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»Wir sind Merz«: Unionsfraktionschef Jens Spahn und mehrere CDU-Länderchefs haben dem Kanzler den Rücken gestärkt. Gerüchte über einen Wechsel nannten sie »Unsinn«.

Nach Spekulationen über einen Kanzlerwechsel haben Unionsfraktionschef Jens Spahn und mehrere Ministerpräsidenten der CDU ihre Unterstützung für Friedrich Merz signalisiert. »Wir brauchen nicht weniger Merz, wir brauchen mehr Merz«, sagte Hessens Länderchef Boris Rhein beim Landesparteitag der CDU in Rotenburg an der Fulda. Spahn bezeichnete entsprechende Berichte als »Unsinn«. Spahn verwies in seiner Rede auf Erfolge der schwarz-roten Bundesregierung und sprach von einem Politikwechsel in vielen Feldern. Merz sei ein Kanzler, der anpacke und einen klaren Kompass habe, wenn es darum gehe, Deutschland zu reformieren und wirtschaftlich wieder stark zu machen – »und dabei hat er unsere volle Unterstützung«. Medien hatten zuletzt von Gedankenspielen innerhalb der Union berichtet, ob Merz wegen der schwierigen Lage der schwarz-roten Koalition durch einen anderen Politiker ersetzt werden könnte . Dabei war der Name des NRW-Regierungschefs und CDU-Landesvorsitzenden Hendrik Wüst gefallen. Aus dem Umfeld des Kanzlers waren die Gerüchte scharf zurückgewiesen worden. »Wir sind Merz« Rhein rief seine Partei dazu auf, dem politischen Gegner bei derartigen Gerüchten nicht in die Falle zu laufen. »Wir sind Mehrheit, wir sind Mitte, wir sind Merz«, sagte er unter dem Beifall der Parteitagsdelegierten. CSU-Vize Manfred Weber, der auch Partei- und Fraktionschef der Europäischen Volkspartei (EVP) ist, hob Merz’ wichtige Rolle in Europa hervor. »Auf der europäischen Ebene hat Friedrich Merz eine starke Stellung. Er gestaltet die Debatte, hört aber auch zu«, sagte Weber den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Merz’ Führungskraft sei jetzt sehr wichtig. Auch Wüst hatte den Berichten über einen möglichen Kanzlertausch zuvor schon deutlich widersprochen und sich hinter Merz gestellt. Solche Gerüchte seien »Quatsch«, sagte er der Nachrichtenagentur dpa. Wüst und Merz gelten als parteipolitische Rivalen – mit Wüst auf der eher linken und Merz auf der konservativen Seite der CDU. Der schwarz-roten Koalition stehen wegweisende Wochen bevor, zahlreiche Reformen stehen an. In Umfragen stehen Union und SPD schwach da.