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07.10.2026
15:25 Uhr
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Die russische Gruppe Qilin gilt als eines der aggressivsten Hackernetzwerke weltweit. Ermittler hatten sie in Japan beobachtet – und erstmals ein Mitglied festgenommen.

Ein mutmaßliches Mitglied der russischen Hackergruppe Qilin ist festgenommen und nach Deutschland ausgeliefert worden. Es sei das erste Mal, dass ein Mitglied der Gruppe festgenommen wurde, teilte das nordrhein-westfälische Innenministerium mit. Zuvor hätten Ermittler des Landeskriminalamts und der Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime die Gruppe infiltriert und über Monate beobachtet. Nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung war der russische Staatsangehörige bereits im Mai in Osaka von der japanischen Polizei festgenommen worden. Am vergangenen Wochenende wurde er nach Deutschland überstellt. Verdächtiger soll Unternehmen erpresst haben Nach Angaben der japanischen Zeitung Asahi , die sich auf Ermittlerkreise berief, soll der Mann unter anderem für einen Ransomwareangriff auf ein deutsches Logistikunternehmen verantwortlich sein. Dabei soll er das Unternehmen mit der Veröffentlichung gestohlener Daten erpresst und für deren Geheimhaltung umgerechnet fast 150.000 Euro in Bitcoin verlangt haben.