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05.06.2026
21:16 Uhr
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Das Verhältnis zwischen Teilen des Thüringer BSW und dem Bundesvorstand der Partei bleibt angespannt. Bei einer Dialogveranstaltung in Suhl kam es am Freitagabend zu einem kurzen, aber heftigen verbalen Schlagabtausch. Der BSW-Bundesvorsitzende Fabio De Masi warf dem parlamentarischen Geschäftsführer der BSW-Landtagsfraktion, Stefan Wogawa, vor, die Unwahrheit zu sagen. Dabei ging es um eine vermeintliche Einladung der Parteispitze zu einem Treffen mit der Thüringer Landtagsfraktion. Wogawa habe sich die Einladung ausgedacht, sagte De Masi. Diese Darstellung wies Wogawa zurück. »Du hast gekniffen, Fabio, das ist die Wahrheit«, rief er in den Saal. Das Verhältnis zwischen Teilen des Thüringer BSW und dem Bundesvorstand ist seit der Regierungsbeteiligung der Partei in Thüringen immer wieder von Kontroversen geprägt. BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht sieht im Mitregieren mit CDU und SPD in Erfurt einen Grund für das knappe Scheitern des BSW bei der Bundestagswahl 2025. Bundesvorstand tourt vor Wahlen durch die Länder Wogawa sagte auf Anfrage, es sei zwar richtig, dass es niemals einen Brief oder Ähnliches an De Masi gegeben habe. In mehreren Gesprächsrunden, an denen auch Vertreter des Bundesvorstands teilgenommen hätten, sei die Einladung an ihn jedoch deutlich ausgesprochen worden. Bei der Dialogveranstaltung mit Bürgern, die es vor den Landtagswahlen in diesem Jahr auch andernorts geben soll, kritisierten De Masi und die Co-Vorsitzende Amira Mohamed Ali die Politik von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Die anstehenden Landtagswahlen in Ostdeutschland seien eine Abstimmung über dessen Politik, sagte Ali. Im September werden in Sachsen-Anhalt und in Mecklenburg-Vorpommern neue Landtage gewählt. © dpa-infocom, dpa:260605-930-180710/1