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21.03.2026
09:05 Uhr
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Der Bau neuer Fregatten für die Marine liegt vier Jahre hinter dem Zeitplan. Rheinmetall will den Auftrag übernehmen, das Verteidigungsministerium prüft seine Optionen.

Nach den Verzögerungen beim Bau von Fregatten steigt anscheinend nun der Rüstungskonzern Rheinmetall in die Produktion ein. "Wir gehen davon aus, dass wir die Fregatte F126 im Sommer als Generalunternehmer unter Vertrag bekommen", sagte Tim Wagner, Chef der neu geschaffenen Division Maritime Systems bei Rheinmetall, der Welt am Sonntag . Demnach liefen Gespräche mit dem Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr. Rheinmetall wolle die Durchlaufzeiten beschleunigen und die erste der sechs geplanten Fregatten im zweiten Halbjahr 2031 abliefern. Niederländer Damen Naval vier Jahre im Verzug Generalunternehmer für den Bau der F126 war ursprünglich das niederländische Unternehmen Damen Naval in Vlissingen. Damen Naval – mit deutschen Werften als Subunternehmern – kann die Schiffe aber nicht zeitgerecht produzieren, das Programm liegt aktuell etwa vier Jahre hinter dem Zeitplan. Die Übernahme durch Rheinmetall als Generalunternehmer ist eine von zwei Optionen, die das Verteidigungsministerium derzeit verfolgt. Alternativ bereitet sich der Kieler Marineschiffbauer TKMS auf den Bau von kleineren Fregatten vom Typ Meko A-200 DEU vor. Sechs Fregatten für zehn Milliarden Euro Der Bau der geplanten sechs F126 für rund zehn Milliarden Euro ist das bislang größte Neubauprogramm der Deutschen Marine. Die Schiffe sind vor allem auf die U-Boot-Jagd spezialisiert. Anfang April hatte Rheinmetall für 1,5 Milliarden Euro die Marinewerft-Sparte NVL der Bremer Lürssen-Gruppe übernommen. Deren Zentrum ist die Hamburger Werft Blohm+Voss.