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29.05.2026
06:03 Uhr
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Eine Innenpolitikerin als Gesundheitsministerin? Zu Beginn der Koalition wirkte diese Besetzung eigenartig. Wie Nina Warken nun die Reformen der Regierung vorantreibt.

Als Nina Warken am Montag der vergangenen Woche bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf eintrifft, hat deren Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus gerade am Morgen einen Notstand ausgerufen. Ein Ebola-Ausbruch im Kongo und in Uganda, mit inzwischen mehr als 200 Toten und einer Ausbreitung in Städten, alarmiert ihn. Die deutsche Gesundheitsministerin wird von »Doktor Tedros«, wie er hier der Einfachheit halber von allen genannt wird, persönlich vor seinem Hauptquartier empfangen – nicht wie irgendeine Ministerin, sondern wie die Rettung: »Sie sind jetzt hier die wichtigste Frau!« Denn nach dem Austritt der USA aus der WHO fehlen dieser jährlich etwa 600 Millionen Dollar, ungefähr ein Viertel ihres Budgets. Nun sind die Deutschen der größte Geldgeber der Organisation, der allerdings die amerikanischen Beiträge nicht annähernd ersetzen kann. Zu den 323 Millionen Euro, die Deutschland ganz regulär einbringt, hat Warken heute noch einmal 25 Millionen an zusätzlichen Fördermitteln dabei.