|
19.03.2026
17:44 Uhr
|
Eine Studie zeigt: Wer misogyne Videos, Games oder Pornos konsumiert, übernimmt oft sexistische Haltungen und aggressives Verhalten. Das gilt mitunter sogar für Frauen.

Mainstream-Pornos, Videospiele, die Gewalt an Frauen verherrlichen, misogyne Hashtags – wer frauenfeindliche Medieninhalte konsumiert, wird mit höherer Wahrscheinlichkeit zum Frauenfeind. Das gilt insbesondere für jüngere Menschen und Männer, aber auch für Frauen. Das bestätigt nun eine umfassende Metaanalyse im Fachjournal Psychological Bulletin. Ein internationales Forschungsteam um die Sozialpsychologin Christa Nater wertete dafür 257 Studien mit insgesamt mehr als 130.000 Teilnehmenden aus, die den Einfluss misogyner Medieninhalte auf Feindseligkeit gegenüber Frauen untersuchen. Die Analyse umfasste etwa Filme, Musikvideos und Videospiele, aber auch Bilder, Werbeanzeigen und Zeitschriften, sowie pornografische Inhalte und Inhalte aus sozialen Medien. Das Ergebnis: Der Konsum von misogynen Medieninhalten führt im Durchschnitt zu einer signifikanten Zunahme von frauenfeindlichen Einstellungen, Verhaltensneigungen, sogar Verhaltensweisen.