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12.08.2026
07:10 Uhr
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Selbst perfekte Anti-Aging-Therapien würden uns nicht unsterblich machen. Schuld daran sind Mutationen, die vor allem zwei wichtige Organe vorzeitig ermüden lassen.

Manche Tiefseeschwämme existierten bereits, als im alten Rom die ersten Kaiser regierten. Der ein oder andere Grönlandhai schwamm schon durch den Ozean, als in Frankreich die Revolution tobte. Der Mensch dagegen hat bislang nachweislich nicht die Marke von 122 Jahren überschritten. So alt wurde die Französin Jeanne Calment, die den derzeitigen Rekord des höchsten erreichten Lebensalters hält. Doch selbst wenn man alle altersbedingten Krankheiten heilen könnte: Wie weit ließe sich das Leben überhaupt verlängern? Ein Team um Dmitrii Kriukov vom Skolkovo Institute of Science and Technology in Moskau hat nun versucht, diese Frage mithilfe eines mathematischen Modells zu beantworten. Die Forschenden untersuchten, wie stark sogenannte somatische Mutationen in verschiedenen Organen die menschliche Lebensspanne begrenzen. Dabei handelt es sich um Veränderungen der DNA, die nicht vererbt werden, sondern im Lauf des Lebens in einzelnen Körperzellen auftreten und deren Lebensdauer begrenzen – unabhängig von Erkrankungen. Sie entstehen entweder zufällig durch Fehler bei der Zellteilung oder durch äußere Einflüsse wie UV-Strahlung oder Chemikalien. Das Ergebnis: Die Leber könnte Jahrtausende durchhalten. Das Gehirn und auch das Herz dagegen nicht.