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03.10.2026
18:11 Uhr
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»Abends ins Casino Reeperbahn, mittlere Verluste«: Wir veröffentlichen exklusiv und schon zu Lebzeiten das Tagebuch von Heinz Strunk.

1.7.Nun also eine weitere Herausforderung in meinem an Herausforderungen nicht gerade armen Leben: QUARTALSBERICHT; ein subjektiver Rückblick aufs abgelaufene Trimester. Die passende Form dafür scheint mir die des literarischen Tagebuchs zu sein. Vorbild, wie so oft, sind die Journale von Thomas Mann. Als 22 Jahre nach seinem Tod die mit großer Spannung erwarteten diaries veröffentlicht wurden, war die Enttäuschung zunächst groß: Without any literary value fanden sich Beobachtungen (Gestern saß ich eine Zeit lang im Park, und da dachte ich, merkwürdig, wie die gute körperliche Entwicklung aller dieser Leute mit völliger Geistlosigkeit zusammengeht), Alltägliches (Im Garten ersten Spargel gestochen / Die Heimfahrt von G. nach H. nebelfrei) und einiges Gejammere (Die Außenseite des rechten Fußes gefühllos taub, Juckreiz auch von innen her / Meiner Nöte müde, o mein Gott, sterbensmüde). Mir gefallen diese persönlichen Einträge am besten; Banales, vermeintlich Nichtberichtenswertes. Für den Quartalsbericht hingegen gilt: Der Mix macht’s.