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30.05.2026
05:33 Uhr
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Zu hässlich, zu teuer, zu praktisch: Ferrari hat sein erstes Elektroauto – und keiner fährt so richtig drauf ab. Moment mal!

In der Reihe »Die Pflichtverteidigung« ergreifen wir das Wort für Personen, Tiere, Dinge oder Gewohnheiten, die von vielen kritisiert und abgelehnt werden. Dieser Artikel ist Teil von ZEIT am Wochenende, Ausgabe 22/2026. Er sieht nicht aus wie ein Ferrari, er klingt nicht wie ein Ferrari, er hat auch zu viele Türen und zu viel Kofferraum für einen Ferrari. Die Community der Markenfans ist entsetzt über das neue, das erste rein elektrische Modell aus Maranello, den Viertürer und Fünfsitzer mit dem schönen Namen Luce. Die Leuchtkraft der Karosserie hält sich indes in Grenzen, sie ist ebenso futuristisch wie seltsam konventionell, manche Kritiker fühlten sich an frühe japanische Hybridautos erinnert. Genauso gut könnte man freilich sagen: Er ist zu leise, zu unauffällig und zu praktisch, was allerdings für die Ferrari-Verehrer auf das Gleiche hinausläuft. Warum sollte man eine halbe Million Euro (das soll der Preis der Basisversion werden) für ein Auto ausgeben, das niemanden verzücken und niemanden verschrecken und schon gar nicht mehr die heisere Stimme von acht bis zwölf Zylindern erheben wird?