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29.05.2026
18:59 Uhr
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Bis zum 7. Juni sollte Deutschland eine EU-Vorgabe zu Lohntransparenz umgesetzt haben. Das Familienministerium räumt ein, dass das nicht gelingen werde.

In wenigen Tagen, am 7. Juni, läuft die Frist ab, bis zu der Deutschland die EU-Richtlinie zur Entgelttransparenz in nationales Recht hätte umsetzen müssen. Die Vorgaben aus Brüssel verschärfen die bisher in Deutschland gängige Praxis deutlich. Sie sollen Beschäftigten besseren Zugang zu Informationen über Bezahlung geben, Unternehmen zu mehr Transparenz verpflichten und damit helfen, Lohndiskriminierung wirksamer aufzudecken und zu sanktionieren. Es deutete sich schon seit mehreren Monaten an, nun ist klar, dass die Bundesregierung die von der EU vorgegebene Frist reißen wird. Das Bundesfamilienministerium hat der ZEIT am Freitag bestätigt, dass die Umsetzung nicht mehr rechtzeitig gelinge. »Es sind noch weitere Abstimmungen notwendig, sodass wir die Frist zur Umsetzung Anfang Juni nicht einhalten werden«, sagte eine Sprecherin. Weiter heißt es aus dem Ministerium, man habe zwar »alle Vorbereitungen getroffen, um das Gesetzgebungsverfahren einzuleiten«, wolle die Richtlinie aber »aufs Notwendige beschränkt, möglichst bürokratiearm und wirksam« umsetzen.