Zeit 02.10.2026
17:36 Uhr

(+) E-Mopeds in Österreich: Nichts wie weg


Seit dem 1. Oktober sind E-Mopeds in Österreich verboten. Das freut viele Verkehrsteilnehmer. Aber was macht das mit denen, die damit Pizzen und Bowls ausliefern?

(+) E-Mopeds in Österreich: Nichts wie weg
Der Platz von Amir und seinen Kollegen liegt im Dazwischen. Auf einem Grünstreifen im Halbschatten einiger karger Bäume parken sie ihre E-Mopeds, es ist ihr inoffizieller Pausenraum. Rechts von ihnen rauschen Autos über den Gürtel, eine der zentralen Verkehrsadern Wiens. Links von ihnen drängen sich Fußgänger, Radfahrerinnen und E-Scooter auf einem Radweg. Amir und seine Kollegen fahren E-Mopeds, als Essenszusteller für Foodora. Und damit sind sie weder rechts noch links des Grünstreifens erwünscht. Seit Jahren gehören die E-Mopeds und ihre »Rider«, wie die Fahrer sich selbst nennen, zum Stadtbild in Österreichs Großstädten. Solange sie an einem verregneten Sonntag Burger bringen oder Einkäufe in den fünften Stock hieven, haben die wenigsten ein Problem mit Ridern wie Amir. Aber das Fahrzeug ihrer Wahl ist zum Politikum geworden: E-Mopeds wiegen bis zu 80 Kilo und beschleunigen so schnell wie ein Auto, was sie auf Radwegen zur Gefahr macht. Sie müssen weg, befand das Verkehrsministerium – und machte kurzen Prozess: Mit dem 1. Oktober sind E-Mopeds in Österreich de facto verboten. Für viele Verkehrsteilnehmer ist das ein Segen. Für Amir und Tausende andere Essenszusteller ein Existenzproblem.