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30.05.2026
12:01 Uhr
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Die Verleihung des Deutschen Filmpreises war außergewöhnlich emotional. Wim Wenders erklärt sich, Wolfram Weimer wird angefeindet. Und ein Film räumt fast alle Preise ab.

Die Verleihung des Deutschen Filmpreises ist eine Veranstaltung, die für ihre relative Spannungslosigkeit bekannt ist. Preisverleihungen haben fast alle Längen und zeichnen sich durch eine gehörige Selbstergriffenheit der Beteiligten aus. Beim Deutschen Filmpreis kommen noch ein paar weitere Dinge hinzu: oft zähe Moderationen, ungelenke Preisreden, provinzielle Showacts. Die 76. Vergabe des Deutschen Filmpreises in Berlin am gestrigen Freitagabend war anders. Es war ein emotionaler Showdown, und es wurden nicht bloß Preise ausgehändigt, es wurden bedeutsame Themen verhandelt. Zudem gab es derart viele – gerechtfertigte! – Standing Ovations, dass den Anwesenden am Ende des Abends die Füße geschmerzt haben müssen, so oft mussten sie sich erheben: für die Schauspielerin Senta Berger, den Filmemacher Wim Wenders, die Fernsehmoderatorin Collien Fernandes, die Berlinale-Leiterin Tricia Tuttle – und am Ende für die Freiheit der Kunst.