Über sieben Brücken musst du gehen – wenn sie nicht gesperrt oder massiv einsturzgefährdet sind. Nicht nur in Berlin kann man ein Lied davon singen (verlinkt auf https://www.welt.de/satire/article256159816/Berlin-beschliesst-radikales-Tempolimit-und-Atemverbot-auf-Bruecken.html) , sondern auch in praktisch allen Teilen des Landes. Da passt es, dass die Bundesregierung endlich spürbare Konsequenzen aus dem oftmals nicht mehr tragfähigen Zustand der Verkehrsinfrastruktur (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/deutschland/article255950604/Neuer-Bericht-Sanierungsstau-bei-Bruecken-in-Deutschland-offenbar-viel-groesser-als-bisher-vermutet.html) in Deutschland ziehen will. „Damit die Deutschen merken, dass die Regierung durchaus handlungsfähig ist, verkündige ich hiermit die sofortige Abschaffung aller Brückentage“, erklärte Bundeskanzler Friedrich Merz jetzt nach einer Partie Bridge mit Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU). Bis es so weit sei, dass man deutsche Brücken wieder sicher ohne Schweißausbrüche und Schwimmflügel überqueren könne, werde es noch sehr lange dauern, räumte Merz mit einem bedauernden Schulterzucken ein. Fachkräftemangel in Deutschland tut das Seine Deswegen sei es umso wichtiger, die Bevölkerung für einen behutsameren Umgang mit den gefährdeten Bauwerken zu sensibilisieren. „Zumal es auch nichts gebracht hat, Zahnärzte und Turnlehrer stärker in die Verpflichtung zu nehmen“, räumte Merz ein. Diese hätten zwar viele Erfahrungen im Umgang mit Brücken, allerdings ließen sich wegen des grassierenden Lehrkraft- und Mediziner-Mangels derzeit keine geeigneten Fachkräfte auftreiben. Mit Brückentagen verbänden viele Bürgerinnen und Bürgern etwas Positives (verlinkt auf https://www.welt.de/reise/Fern/article254918726/Sparen-beim-Urlaub-Deutsche-sind-Meister-der-Reiseplanung.html) , heißt es aus dem Verkehrsministerium mit einiger Besorgnis. Das sei ausgesprochen riskant und im Hinblick auf die beklagenswerte Beschaffenheit der Bauwerke geradezu zynisch. Immerhin gehe die Bundesregierung mit gutem Beispiel voran. Zwar fließe kaum Geld in die Reparatur der maroden Infrastruktur. Dafür beschäftige man sich allerdings regelmäßig mit dem Thema, wenn man mit den Mitteln aus dem Sondervermögen mal wieder ein Loch im Etat (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/deutschland/article69eafa41ba6fbb31e59b8f10/sondervermoegen-95-prozent-der-neuen-staatsschulden-zweckentfremdet-jetzt-aeussert-sich-klingbeils-ministerium.html) überbrücke, heißt es aus der Koalition. Ersatz für Brückentage in Aussicht gestellt Dennoch: Um gerade bei der jüngeren Bevölkerung keine falschen Hoffnungen zu wecken, sei es dringend angeraten, ab sofort nicht nur auf Brückentage zu verzichten, ist aus Berlin zu hören. Ähnliches müsse auch für Brückentechnologien, Zweibrücken, die Band Karat sowie Peter Maffay (allerdings ausschließlich wegen der schrecklichen Musik) gelten. Wenn es bald eh keine Feiertage mehr gebe (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/deutschland/article256112986/Einen-Feiertag-abschaffen-fuer-mehr-Arbeitszeit-Kirche-sieht-seelische-Erhebung-in-Gefahr.html) , falle das Aus der Brückentage auch niemandem mehr auf, äußerte sich Bundeskanzler Merz vorsichtig optimistisch. Es gibt ohnehin keinen Grund für schlechte Laune: Als Ausgleich für die verlängerten Wochenenden sollen nun übers Jahr verstreut Tunneltage eingeführt werden, bei denen man während der nicht enden wollenden Arbeit zum Wohle der deutschen Wirtschaft ausdauernd in die Röhre schauen darf. Wenn Sie noch mehr fast echte Nachrichten wollen: Folgen Sie GLASAUGE, dem Satiremagazin von welt.de, auf Facebook, (verlinkt auf https://www.facebook.com/glasauge.satire) X (verlinkt auf https://twitter.com/WELT_GLASAUGE) oder Instagram (verlinkt auf https://www.instagram.com/glasauge_satire/) – und verpassen Sie künftig keine Scherzartikel und Zusatzsatiren!