Welt 29.04.2026
11:44 Uhr

Wolf hat sich weiter von Hamburgs Stadtgrenze entfernt


Gut vier Wochen nach dem ein Wolf durch Hamburg gestreift ist und er eine Frau verletzt hat, befindet sich das Tier etwa 100 Kilometer von den Grenzen der Hansestadt entfernt. Die Diskussionen über den Umgang mit dem Wolf gehen aber weiter.

Wolf hat sich weiter von Hamburgs Stadtgrenze entfernt

Der Wolf, der Ende März durch das Hamburger Stadtgebiet gezogen ist und in Altona eine Frau verletzt hat, hat sich weiter von der Hansestadt entfernt. Das Tier befinde sich aktuell nicht mehr auf dem Stadtgebiet, teilte ein Sprecher der Hamburger Umweltbehörde mit. Mittlerweile hält sich der Wolf den Angaben zufolge mehr als 100 Kilometer entfernt von der Stadtgrenze auf. „Zu genaueren Standorten geben wir aus Tierschutzgründen grundsätzlich keine Auskünfte“, sagte der Behördensprecher. Zuvor hatten Medien berichtet. Der junge Wolf war Ende März bereits mehrfach im Westen der Hansestadt gesichtet worden. Dabei kam er immer wieder sehr nah an Häuser und Menschen heran. Am 30. März verirrte er sich schließlich in eine kleine Einkaufspassage in Altona. Dort verletzte er eine 60-Jährige, die sich dem Tier näherte, um es aus der Passage zu lotsen. Nach dem Vorfall war der junge Wolf mehrere Kilometer durch die Stadt bis in die Binnenalster geflüchtet. Funkstreifenbesatzungen entdeckten ihn schwimmend im Wasser und sicherten ihn. Nach einem Aufenthalt in der Wildtierauffangstation Sachsenhagen in Niedersachsen wurde er Ostersonntag mit einem Sender ausgestattet und im Süden Hamburgs an der Grenze zu Niedersachsen freigelassen. Da der Wolf besendert ist, kann die Umweltbehörde verfolgen, wo sich der Wolf befindet. Auch Mitarbeiter niedersächsischer Behörden kennen demnach den Standort des Wolfes. Dieser verhält sich den Angaben zufolge bisher arttypisch und völlig unauffällig. Wolf auch Thema im niedersächsischen Landtag Am Mittwoch wollte sich auch der niedersächsische Landtag mit dem Umgang des Landes mit dem Tier beschäftigen. Die CDU will von der Landesregierung wissen, warum Niedersachsen den Wolf erst aufgenommen und dann seine Auswilderung unterstützt hat und wer die Verantwortung trage, falls der Wolf erneut einen Menschen angreifen sollte.