Welt 03.08.2026
08:47 Uhr

Wo die Polizei in dieser Woche verstärkt Radarkontrollen einsetzt


Die Polizei zieht in die „Speedweek“ und setzt verstärkt auf Geschwindigkeitskontrollen. 13 Bundesländer nehmen teil. Laut ADAC stehen einige Orte besonders im Fokus.

Wo die Polizei in dieser Woche verstärkt Radarkontrollen einsetzt

Die Polizei ist in den nächsten Tagen verstärkt Temposündern auf den Straßen auf der Spur. Am Montag beginnt der sogenannte Blitzermarathon, auch „Speedweek“ genannt. Die Aktion fällt mitten in die Ferienzeit und trifft diesmal auch viele Urlauber. Laut dem Autofahrerclub ADAC (verlinkt auf https://www.adac.de/news/verkehr-blitzermarathon-august-2026/) beteiligen sich daran mehrere Bundesländer, allerdings nicht alle. Folgende Bundesländer haben ihre Teilnahme am Blitzermarathon bestätigt: • Baden-Württemberg • Berlin • Brandenburg • Bremen • Hamburg • Hessen • Mecklenburg-Vorpommern • Niedersachsen • Nordrhein-Westfalen • Rheinland-Pfalz • Sachsen-Anhalt • Schleswig-Holstein • Thüringen Der ADAC weist darauf hin, dass die Polizei bei der „Speedweek“ ihre Geschwindigkeitskontrollen besonders auf unfallträchtigen Strecken und in Gebieten mit besonderer Gefährdungslage durchführt. Dazu zählten Schulen, Baustellen, Kindergärten, Altenheime und Krankenhäuser. Betroffen seien Autobahnen und Bundesstraßen genauso wie Innerortsstraßen. Bereits im Frühjahr gab es gezielte Kontrollen über mehrere Tage. Anders als damals gebe dieses Mal keinen Hauptkontrolltag, teilte der ADAC mit. Ziel der Aktion bis zum kommenden Sonntag ist es laut Polizei und Innenministerien der beteiligten Länder, die Zahl der schweren Verkehrsunfälle zu reduzieren. 2025 starben bei Unfällen im Straßenverkehr mehr als 2800 Menschen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts waren das 62 Getötete mehr als im Jahr zuvor. Das sind deutlich weniger als 1995, als noch 9500 Menschen starben. Weshalb kontrolliert wird Nach Einschätzung von Experten ist zu schnelles Fahren eine häufige Unfallursache. Die Innenministerien von Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen teilten nicht vorab mit, wo genau mobile und stationäre Blitzer in den kommenden Tagen stehen werden. „Wir werden unsere Geschwindigkeitsmessgeräte nicht nur auf Bundesautobahnen aufstellen, sondern uns auf die ländlichen Bereiche, insbesondere Alleen, konzentrieren“, sagte die Leiterin der Verkehrspolizei in der Brandenburger Polizeidirektion West, Peggy Baier.  Was Automobilclubs zu der Aktion sagen Der ADAC Nordrhein befürwortet dauerhaft mehr gezielte Kontrollen gerade an Unfallschwerpunkten. Auch der Automobilclub von Deutschland (AvD) fordert, an Unfallschwerpunkten kontinuierlich zu kontrollieren. Er kritisiert aber den Zeitpunkt der Aktionswoche in der Hauptreisezeit. Kontrollen sollten nicht den Eindruck erwecken, „in erster Linie der Einnahmeerzielung zu dienen“. Die Speedweek ist eine vom europäischen Polizeinetzwerk Roadpol europaweit abgestimmte Aktion. Jedes Jahr im April und im August finden dabei solche Kontrollwochen statt, bei denen die Polizei die Geschwindigkeit auf den Straßen strenger überwacht. Allein in Baden-Württemberg wurden bei der europaweit abgestimmten Geschwindigkeitskontrollwoche im April 58.347 Verstöße festgestellt.