Ein Wanderer ist in einer Höhle auf der Schwäbischen Alb an den Folgen eines medizinischen Notfalls gestorben. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, befand sich der Mann mit einer Gruppe in der schwer zugänglichen Höhle in Falkenstein im Kreis Reutlingen. Zuvor lief ein aufwendiger Rettungseinsatz. Bergwacht und Rettungsdienst waren mit Spezialkräften im Einsatz, um den Verletzten zu befreien. Der Mann sei mit einer geführten Gruppe bereits mehr als einen Kilometer tief in der Höhle unterwegs gewesen, teilte die Polizei mit. Genaue Informationen zur Größe der Gruppe liegen nicht vor. „Der Einsatz gestaltet sich äußerst kompliziert, weil im Inneren der Höhle kein Funkempfang besteht“, sagte ein Sprecher der Polizei während der Bergungsarbeiten. Außerdem sei die Höhle in Grabenstetten im Landkreis Reutlingen nur zu Fuß über unwegsames Gelände zu erreichen gewesen. Das erschwere den Einsatz. Die Schwäbische Alb ist für ihre Höhlen bekannt – besonders beliebt ist die Falkensteiner Höhle. Der Eingang zur Höhle wirkt wie ein Schlund in einer Wand aus Stein, im kilometerweiten Innern ist es stockdunkel, verwinkelt und nass. Denn die Höhle ist eine „aktive Wasserhöhle“, aus der der Fluss Elsach ins Freie entspringt. Laut Stadtverwaltung handelt es sich um eine sogenannte wilde Höhle. Seit 2018 ist der Zugang zur Falkensteiner Höhle wegen der Gefahr plötzlicher Hochwasser offiziell verboten und nur mit Ausnahmegenehmigung der Gemeinde Grabenstetten möglich. Erinnerung an anderen Einsatz Die Falkensteiner Höhle ist nicht das erste Mal Schauplatz eines großen Rettungseinsatzes. Zuletzt waren i m vergangenen Mai (verlinkt auf https://www.welt.de/vermischtes/video197619961/Falkensteiner-Hoehle-Die-beiden-eingeschlossenen-Maenner-sind-wieder-frei.html) zwei Männer vom Wasser überrascht und eingeschlossen worden. Für bundesweite Schlagzeilen sorgte eine Rettungsaktion in der Höhle vor sieben Jahren. Im Sommer 2019 waren ein Führer und sein Kunde aus der Höhle gerettet worden. Nach starken Regenfällen saßen sie etwa 650 Meter vom Höhleneingang entfernt fest, weil der Rückweg durch den starken Wasseranstieg in der Höhle versperrt war. Nach 24 Stunden konnten sie aus der Höhle gebracht werden.