Die Ukraine hat erneut Ölanlagen in St. Petersburg angegriffen. Drohnen hätten den Bezirk Kirowski an der Ostsee getroffen, teilte Gouverneur Alexander Beglow am Samstag mit. Die Flugabwehr habe 72 ukrainische Drohnen über der zweitgrößten Stadt Russlands und der umliegenden Region abgeschossen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, die ukrainischen Streitkräfte hätten auch ein „wichtiges militärisches Ziel auf der Insel Kronstadt vor der Küste von St. Petersburg“ getroffen. Der Kirowski-Bezirk war bereits im Juni getroffen worden (verlinkt auf https://editorial.one/editor/welt/article/6a2408ca8d84dbd8a4ed6d4e/edit) , kurz vor Beginn des Internationalen Wirtschaftsforums in St. Petersburg. Die Ukraine griff auch die von Russland völkerrechtswidrig annektierte Halbinsel Krim an. Dabei habe es einen Toten gegeben, teilte der von Moskau eingesetzte Gouverneur Sergej Axjonow mit. Zwei weitere Menschen seien verletzt worden, unter ihnen ein zehnjähriges Kind. Die Grenzstadt Belgorod, die von der Ukraine wiederholt mit Drohnen angegriffen worden ist, war laut Medienberichten nach neuen Angriffen in der Nacht fast vollständig ohne Strom. In der Ukraine wurden zwei Kinder verletzt Aus der ukrainischen Region Saporischschja meldeten die Behörden, ein russischer Angriff habe ein Wohngebäude getroffen. Acht Menschen seien verletzt worden, unter ihnen zwei Kinder. Der russische Präsident Wladimir Putin bezeichnete die Angriffe auf russische Energieanlagen als Versuch der Ukraine, von Verlusten auf dem Schlachtfeld abzulenken. Am Freitag ließ er sich im Militärhauptquartier die Einnahme der Stadt Kostjantyniwka in der Region Donezk melden und sprach von einem entscheidenden Schritt zur Einnahme der nahegelegenen Städte Slowjansk und Kramatorsk. Selenskyj bestritt, dass Russland die Kontrolle über Kostjantyniwka übernommen (verlinkt auf https://editorial.one/editor/welt/article/6a4832c00b14ed961bb51267/edit) habe. „Das ist nur eine weitere russische Lüge, ein Versuch, eine Art Schlagzeile zu generieren“, schrieb er am Samstag in den sozialen Medien. Generalstabssprecher Andrij Kowalew sagte der „Ukrainska Prawda“, Russland verbreite Falschmeldungen. Den russischen Streitkräften sei es nicht gelungen, die Stadt einzunehmen.