Nach dem Tod eines dreijährigen Mädchens im schleswig-holsteinischen Preetz ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die Eltern. Es sei ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung eingeleitet worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch gemeinsam in Kiel mit. „Es besteht der Anfangsverdacht, dass ein Verstoß gegen Aufsichts- und weitere Sorgfaltspflichten zum Ertrinkungstod des Kindes geführt haben könnte“, hieß es. Gegenüber „ Bild (verlinkt auf https://www.bild.de/news/schleswig-holstein-polizei-ermittelt-gegen-eltern-der-ertrunkenen-bella-3-6a7c7051c99104ecb401a989) “ bestätigte Oberstaatsanwalt Michael Bimler, dass ein „Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung gegen beide Elternteile des verstorbenen Kindes eingeleitet“ worden sei. Die Polizei geht davon aus, dass das Kind unmittelbar nach seinem Verschwinden in den Pool gefallen und bei Beginn der polizeilichen Suchmaßnahmen bereits ertrunken war. Das vermisste Mädchen war nach Angaben einer Polizeisprecherin autistisch sowie seh- und höreingeschränkt. Die Eltern hatten es am 5. August als vermisst gemeldet. Um Beweismittel sicherzustellen, wurde am Mittwochmittag das Wohnhaus der Familie durchsucht. Dabei dokumentierten die Ermittler den Angaben zufolge auch die Umgebung und den Fundort der Leiche. Am Mittwochnachmittag stellte die Kriminalpolizei nach „Bild“-Informationen die Auffindesituation der Leiche mit einer Puppe nach. Zentral sei die Frage, weshalb das ertrunkene Mädchen erst einen Tag nach ihrem Verschwinden entdeckt worden sei. Das Kind sei als vermisst gemeldet worden, bevor die Eltern das Grundstück genauer durchsucht hatten. Zugleich habe aber auch die Polizei den Pool zunächst nur „oberflächlich in Augenschein genommen“, wobei sie die Leiche der autistischen Dreijährigen übersehen habe. Warum das Mädchen nicht entdeckt wurde, soll eine interne Einsatzaufarbeitung zeigen. Zudem wird der Fall den Innenausschuss des Landtags beschäftigen.