Im Landkreis Stendal sind zwei Hochwasserschutzprojekte an der Elbe bei Sandau erfolgreich abgeschlossen worden. Durch Deichrückverlegungen erhielt der Fluss zusätzliche Ausbreitungsflächen für künftige Hochwasser. Nördlich und südlich von Sandau wurden auf einer Gesamtlänge von rund 6,2 Kilometern neue Deiche im Hinterland errichtet. Nach dem Öffnen der bisherigen Deichanlagen stehen der Elbe nun etwa 184 Hektar zusätzliche Überschwemmungsfläche zur Verfügung. Bund und Land Sachsen-Anhalt investierten dafür insgesamt 30 Millionen Euro, davon 18 Millionen Euro aus Bundesmitteln und 12 Millionen Euro vom Land. Zum Abschluss seiner Sommertour besichtigte Umweltminister Armin Willingmann die umgesetzten Maßnahmen. Nach Angaben des Ministeriums sollen weitere Projekte im Landkreis Stendal folgen. In Wahrenberg ist eine länderübergreifende Deichrückverlegung gemeinsam mit Niedersachsen und Brandenburg vorgesehen. Zudem ist bei Tangermünde eine Deichrückverlegung mit Flutpolder geplant. Zusammen sollen diese Vorhaben künftig rund 5.600 Hektar zusätzliche Überschwemmungsfläche schaffen. Seit 2002 wurden im Landkreis Stendal nach Angaben des Landes rund 385 Millionen Euro in den Hochwasserschutz investiert. Im Elbe-Havel-Winkel entsprechen die Elbedeiche inzwischen den aktuellen technischen Standards für den Schutz vor einem 100-jährlichen Hochwasser.