Welt 30.09.2026
16:11 Uhr

Polizist und Stadt-Mitarbeiter geraten bei Rocker-Razzia ins Visier


Die Ermittlungen gegen die „Hells Angels“ erfassen nun auch einen Polizisten und zwei Stadt-Mitarbeiter. Die Staatsanwaltschaft prüft den Verdacht der Weitergabe dienstlicher Informationen.

Polizist und Stadt-Mitarbeiter geraten bei Rocker-Razzia ins Visier

Bei den Ermittlungen gegen „Hells Angels“ sind in NRW auch ein Polizist und zwei städtische Mitarbeiter ins Visier geraten. Gegen sie wird laut Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts ermittelt, dass sie dienstlich erlangte Informationen an Dritte weitergegeben haben. Der WDR hatte zuvor berichtet. Die Polizei war seit dem frühen Morgen mit über 1000 Kräften in Nordrhein-Westfalen, weiteren Bundesländern und anderen europäischen Ländern im Einsatz. Es handelte sich um eine der größten Razzien gegen die „Hells Angels“, die es je gab. Nach Einschätzung von NRW-Innenminister Herbert Reul ist mit der Razzia gegen das Geldwäsche-Netzwerk ein „sehr wirkungsvoller Schlag gegen die Organisierte Kriminalität“ gelungen. Diesem Erfolg sei lange und intensive „Knochenarbeit“ vorausgegangen, sagte der CDU-Politiker am Rande eines Termins in Münster vor Medienvertretern. Das Verfahren richtet sich laut Polizei gegen 71 Beschuldigte, es sollten Vermögenswerte in Höhe von 48,6 Millionen Euro beschlagnahmt werden. Die Ermittler nahmen 14 Personen mit Haftbefehlen fest. Reul berichtete, in dem Fall hätten hochrangige Mitglieder der „Hells Angels“ zusammengearbeitet mit einem bundes- und europaweit tätigen Geldwäsche-Netzwerk. „Die einen bringen Gewalt und Einschüchterung mit, die anderen das Know-how, schmutziges Geld sauber zu waschen.“ Diesem illegalen Treiben sei man nun wirkungsvoll entgegengetreten.