Welt 17.07.2026
11:42 Uhr

Nach Kritik an Leihmutterschaft – treibt Jens Spahn ab?


Erleichterung in der CDU und CSU: Unions-Fraktionschef Jens Spahn reagiert auf die immer lauter werdende Kritik, dass er mithilfe einer Leihmutter aus dem Ausland Vater geworden ist.

Nach Kritik an Leihmutterschaft – treibt Jens Spahn ab?

Die Diskussion über Scheinheiligkeit und doppelte Standards in der Politik ist damit hoffentlich beendet! Jens Spahn, Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, reagiert auf die empörte Kritik (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/deutschland/article6a58eb1ff127abe2ae49066e/leihmutterschaft-glueckwunsch-zum-babykauf-spahns-kind-loest-heftige-kritik-aus-cdu-kollegin-fordert-ruecktritt.html) , gegen eigene Grundsätze und die der Union verstoßen zu haben. Auslöser waren die Nachrichten darüber, dass der 46-Jährige und sein Ehemann Eltern eines per Leihmutterschaft auf die Welt gekommenen Kindes geworden sind. Zuvor hatte sich Spahn in Interviews immer strikt gegen ein solches Verfahren ausgesprochen (als Christ könne er sich „persönlich nur sehr schwer mit der Idee eines gemieteten Mutterbauchs anfreunden (verlinkt auf https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/Politik__Inland_/article6a598d4229b150f031b159eb/kritik-an-spahn-wegen-leihmutterschaft-im-ausland.html) “) und als Bundesgesundheitsminister Forderungen nach einer teilweisen Legalisierung der Leihmutterschaft zurückgewiesen. Spahn will sich selbst treu bleiben Um keinen weiteren Unmut in der Bevölkerung zu erregen, habe er sich deshalb zu einer Abtreibung entschieden, ist mit großer Erleichterung aus den Reihen der Union zu vernehmen. Zwar lehne man das eigentlich grundsätzlich auch ab, drücke aber ein Auge zu, wenn es zuvor eine Pflichtberatung gegeben habe, so die Stimmen aus CDU und CSU. Während man im linken Spektrum Spahns progressives Verhalten im Umgang mit der umstrittenen Leihmutterschaft ausdrücklich lobt und sich angenehm überrascht zeigt, beruhigt der CDU-Politiker die ums Kindswohl besorgte Kritiker dieser Entscheidung. Selbstverständlich bleibe er sich wie immer treu und werde auch in diesem Fall keinesfalls konsequent vorgehen, so Spahn. Überdies sei der Ausruf „Ich treibe ab!“ gänzlich aus dem Zusammenhang gerissen worden und beziehe sich bloß auf ungünstige Strömungsverhältnisse, die er beim Baden im Meer vorgefunden habe. Union kündigt Maßnahmen an Stattdessen werde er nun der Koalition die Bereitstellung eines Sondervermögens für millionenfache Leihmutterschaften in Höhe von 5,8 Milliarden Corona-Schutzmasken vorschlagen – damit wären die Rentenprobleme (verlinkt auf https://www.welt.de/wirtschaft/article6a589e41f127abe2ae48fe13/rente-tendenz-steigend-jeder-zweite-babyboomer-geht-vorzeitig-in-den-ruhestand.html) in Deutschland auf einen Schlag gelöst, zeigt sich der Unions-Fraktionschef überzeugt. Um ähnliche Missverständnisse künftig zu vermeiden, kündigte die CDU unterdessen die Einführung eines neuen Ethik-Kompasses an. Dieser solle je nach Parteizugehörigkeit automatisch anzeigen, ob ein Vorgang als „unverantwortlicher Tabubruch“, „schwierige Gewissensentscheidung“ oder „Privatsache“ einzuordnen sei. Folgen Sie GLASAUGE trotzdem auf Facebook (verlinkt auf https://www.facebook.com/glasauge.satire) oder Instagram (verlinkt auf https://www.instagram.com/glasauge_satire/) – und verpassen Sie künftig keine Scherzartikel und Zusatzsatiren!