Welt 19.05.2026
05:07 Uhr

Mit Ebola infizierter US-Bürger soll in Deutschland behandelt werden – bereits mehr als 100 Tote


Ein US-amerikanischer Mediziner hat sich in der Demokratischen Republik Kongo mit Ebola infiziert und soll zur Behandlung nach Deutschland geflogen werden – ebenso sechs Kontaktpersonen mit hohem Ansteckungsrisiko. Die Zahl der Todesopfer steigt derweil weiter.

Mit Ebola infizierter US-Bürger soll in Deutschland behandelt werden – bereits mehr als 100 Tote

Ein mit dem Ebolavirus infizierter US-Amerikaner soll nach US-Angaben in Deutschland behandelt werden. Er habe in der Demokratischen Republik Kongo gearbeitet und sei am Wochenende positiv getestet worden, teilte die US-Gesundheitsbehörde CDC mit. Wegen der kürzeren Flugzeiten und der Erfahrungen bei der Versorgung von Ebola-Patienten werde der Infizierte nach Deutschland verlegt – ebenso wie sechs Kontaktpersonen mit hohem Ansteckungsrisiko. Zu ihrer Nationalität wurden keine Angaben gemacht. Zum genauen Behandlungsort in Deutschland gab es ebenfalls keine Informationen. US-Medien zufolge soll es sich bei dem Infizierten um einen Arzt handeln. Eine christliche Missionsorganisation teilte mit, dass sich ein US-amerikanischer Mediziner beim Behandeln in einem Krankenhaus im Kongo infiziert habe. In zwei Provinzen der Demokratischen Republik Kongo und im benachbarten Uganda wurden nach einem Ebola-Ausbruch mittlerweile bereits deutlich mehr als 100 Todesfälle und mehr als 300 Infektionen bestätigt. Die zuständige Gesundheitsbehörde in Kongo meldete am Montag 118 Todesopfer aus Ituri und Nord-Kivu. In Uganda wurden zwei Tote gezählt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rief am Sonntag den internationalen Gesundheitsnotstand (verlinkt auf https://www.welt.de/wissenschaft/article6a0960e6d1570d73067a26a5/afrika-who-ruft-zweithoechste-alarmstufe-wegen-toedlicher-ebola-variante-aus.html) aus. Verantwortlich ist eine seltene Virusvariante, für die es keinen Impfstoff gibt. Die Ausbreitungsgefahr für die gesamte Region gilt als hoch. Der Ausbruch begann nach Angaben der afrikanischen Gesundheitsbehörde Africa CDC vermutlich in der dritten Aprilwoche, wurde aber erst Anfang Mai gemeldet.