Niedersachsens Kultusministerin Julia Willie Hamburg hat sich für mehr als 100 Fälle offenkundig ungerechter Beurteilungen von Schülern entschuldigt. „Ich entschuldige mich in aller Form bei den Leidtragenden dieser Fehler“, sagte die Grünen-Politikerin laut Ministeriums-Mitteilung vom Freitag (verlinkt auf https://www.mk.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/presseinformationen/fehlerhafte-abschlussentscheidungen-an-der-geschwister-scholl-oberschule-vechta-werden-aufgeklart-die-zeugnisse-korrigiert-und-die-betroffenen-unterstutzt-252948.html) . „So etwas darf nicht passieren.“ Zuvor hatte eine amtliche Untersuchung ergeben, dass zwischen 2019 und 2026 an der Geschwister-Scholl-Oberschule Vechta 107 Abschlussentscheidungen nicht entsprechend den geltenden Vorgaben getroffen worden waren: Die Schüler hätten einen höherwertigen Abschluss erhalten müssen. Verdiente Abschlüsse verweigert In 56 Fällen hätte demnach ein erweiterter Sekundarabschluss I vergeben werden müssen, in 49 Fällen ein Realschulabschluss. Hinzu kamen weitere Fälle. Aktuell korrigiert die Schule die betroffenen Zeugnisse. Man werde die Schüler informieren und dabei unterstützen, wo mögliche Nachteile für ihre weiteren Bildungs- und Berufswege zu vermeiden oder zu beheben sind, hieß es. Die Beschwerde einer ehemaligen Schülerin hatte den Fall ins Rollen gebracht.