„Der häufigste Grund, warum Abschiebungen scheitern, ist schlicht, dass die betroffene Person nicht angetroffen wird“, so Hessens Innenminister Roman Poseck. Der CDU-Politiker fordert deshalb, dass untergetauchte Ausreisepflichtige künftig über ihre Mobiltelefone geortet werden können. „Wer sich mutwillig einer Abschiebung (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/deutschland/plus6a171e8f074b8cc92f72892b/migrationssteuerung-schluss-mit-einreise-verfahren-verbleib-deutschlands-belastungsprobe-beim-neuen-asylsystem.html) entzieht, muss die Konsequenz unseres Rechtsstaats spüren“, sagte Poseck dem Nachrichtenmagazin „Politico“. Der CDU-Politiker sagte, er werde sich bei der Innenministerkonferenz (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/deutschland/plus6a0ace3c37d84a6d6ae9b9e1/sachsen-anhalt-afd-bekaeme-zugriff-auf-genau-jene-strukturen-die-sie-bislang-beobachten.html) in Hamburg dafür einsetzen, „dass die Polizei und die Ausländerbehörden künftig unter klar definierten Voraussetzungen die Mobiltelefone ausreisepflichtiger Personen orten dürfen“. Hessen hat einen entsprechenden Antrag für die Beratungen der Innenminister in der übernächsten Woche eingereicht. Nach Posecks Angaben sind allein in Hessen mehr als 13.000 Ausreisepflichtige. Tauchen Migranten aus deutschen Aufnahmeeinrichtungen ab, ohne dass ihr Verbleib geklärt werden kann, nennt sich das im Fachjargon „Abgang“. Ein Grund dafür kann sein, dass sie einer Abschiebung entgehen wollen. Für den deutschen Staat ist das problematisch – auch, weil die Abgetauchten oft schwarzarbeiten oder unter Umständen ein Sicherheitsrisiko darstellen. Ende 2025 zählte das Ausländerzentralregister 40.952 abgelehnte Asylbewerber, bei denen in den vorangegangenen 18 Monaten ein „Fortzug nach unbekannt“ festgestellt wurde. Das teilte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge mit. Rasmus Buchsteiner (verlinkt auf https://www.welt.de/autor/rasmus-buchsteiner/) ist Chief Correspondent Berlin „Politico“.