Der Karlsruher SC verabschiedet sich mit der dritten Saison-Heimniederlage in die lange Länderspielpause. Gegen den weiter unbesiegten 1. FC Nürnberg verlor der KSC am sechsten Spieltag nach einem über weite Strecken enttäuschenden Auftritt 0:1 (0:1). Das Tor des Tages erzielte Nürnbergs Toptorjäger (verlinkt auf https://www.welt.de/sport/fussball/) Mohamed Ali Zoma in der 30. Minute vor 31.067 Zuschauern im Wildpark. Zuvor hatte der KSC zu Hause fünfmal in Folge gegen die Nürnberger gewonnen. Von den Karlsruhern kam offensiv lange überhaupt nichts. Wesentlich besser machten es die in der ersten Hälfte komplett überlegenen Franken. Nur die ganz großen Torchancen fehlten gegen die tief stehenden Badener. Großes Zweitliga-Kino war die völlig verdiente Führung, als sich die Nürnberger flink durchs Karlsruher Zentrum kombinierten. Am Ende bediente Mittelfeldlenker (verlinkt auf https://sportdaten.welt.de/fussball/1bundesliga/spiele-und-ergebnisse/) Javier Fernandez den heranrauschenden Zoma, der mühelos vollendete. Es war das sechste Saisontor für den 22-Jährigen, der in dieser Woche erstmals in den Kader der italienischen A-Nationalmannschaft berufen wurde. Pfiffe von den Rängen begleiteten die Karlsruher in die Pause. Abgesehen von einem wegen Abseits aberkannten Tor von Rafael Pinto Pedrosa blieb die Heimelf im weiteren Verlauf wirkungslos. Thorsteinsson mit Doppelpack Die zwischenzeitliche Tabellenführung mussten die Nürnberger Samstagabend wieder abgeben. Im Topspiel gewann Hertha BSC bei Dynamo Dresden hochverdient mit 2:1 (1:1). Sechs Monate nach dem Skandalspiel vom April mit Platzsturm und Beinahe-Abbruch beeindrucken die Berliner in einem hochintensiven Duell mit vielen Chancen auf beiden Seiten durch ein reifes Aufbauspiel. Dynamo ging durch Patrice Covic in Führung (10.). Der gebürtige Berliner feierte sein Startelfdebüt für die Dresdner, und sein Linksschuss aus 12 Metern war für Gersbeck im Kasten der Hertha nicht zu halten. Jon-Dagur Thorsteinsson glich nach Brekalo-Vorarbeit mit einem Flachschuss aus 22 Metern aus (29.). Und der Isländer legte in der 80. Minute nach: Diesmal war es ein 20-Meter-Schuss ins rechte Ecke. Dresden kämpfte tapfer, doch Hertha spielte zzu abgeklärt und kletterte verdient zurück auf Platz ein der Tabelle. Kaiserslautern siegt gegen Braunschweig Der 1. FC Kaiserslautern hat derweil Eintracht Braunschweig mit 1:0 (0:0) besiegt und den Kontakt zur Spitzengruppe gewahrt. Die 44.053 Zuschauer (verlinkt auf https://www.welt.de/sport/fussball/bundesliga/) im Fritz-Walter-Stadion sahen eine zähe und zerfahrene erste Halbzeit, in der die Gäste aus Braunschweig durch Aaron Opoku (17. Minute) und Jan Urbich (19.) zweimal gefährlich vor dem FCK-Tor auftauchten. Auch nach Wiederbeginn verbesserte sich das Spielniveau nicht. Tormöglichkeiten blieben Mangelware, stattdessen prägten Unzulänglichkeiten und viele Zweikämpfe weiter die Partie. Kaiserslautern bot für ein Heimspiel zu wenig und kam kaum mal vielversprechend vor das Braunschweiger Tor. Für den Höhepunkt der Partie sorgte der kurz zuvor eingewechselte FCK-Stürmer Erencan Yardımcı, der in der 73. Minute Braunschweigs Keeper Ron Thorben Hoffmann überlupfte und so für das 1:0 sorgte. Holstein Kiel weiter ohne Sieg Holstein Kiel bleibt weiter sieglos. Im Nordduell mit dem VfL Osnabrück kamen die „Störche“ nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus. Phil Harres hatte Kiel per Foulelfmeter (45. Minute +2) in Führung gebracht. Der Ausgleich der Gäste resultierte aus einem Eigentor von Hiroki Sekine (72.). Nach der Gelb-Roten Karte gegen David Zec (75.) musste Holstein die Partie in Unterzahl beenden. Die Gastgeber bemühten sich im 100. Spiel zwischen den beiden Klubs um Spielkontrolle. Aus dem deutlich größeren Ballbesitz ergaben sich aber keine nennenswerten Gelegenheiten. Die ersten größeren Möglichkeiten hatte dann in der 13. und der 31. Minute der VfL bei den Abschlüssen von Robin Meißner. Holstein meldete sich erst, als der Schuss von Adrian Kapralik an die Latte krachte (37.). Kiel übernahm nun das Kommando. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte holte Osnabrücks Torhüter Jonas Krumrey den Kieler Startelf-Debütanten Gyan de Regt von den Beinen. Den fälligen Strafstoß verwandelte Harres sicher. Einmal mehr schaffte es Kiel dann aber nicht, einen Vorsprung über die Zeit zu bringen.