Welt 15.05.2026
17:04 Uhr

Henning Höne zieht Bewerbung um FDP-Parteivorsitz zurück


Das Duell um den FDP-Parteivorsitz fällt aus: Der Kandidat Henning Höne zieht zurück. Für Wolfgang Kubicki wird der Weg damit frei.

Henning Höne zieht Bewerbung um FDP-Parteivorsitz zurück

Der FDP-Politiker Henning Höne zieht seine Kandidatur für den Parteivorsitz zurück. Das erfuhr WELT zunächst aus Parteikreisen. Ursprünglich war für den Parteitag Ende Mai ein Duell zwischen dem bislang eher unbekannten Chef des größten Landesverbandes in Nordrhein-Westfalen, Henning Höne, und dem FDP-Urgestein Wolfgang Kubicki vorgesehen. Für Kubicki ist nun der Weg frei, der die Partei als Übergangschef anführen soll. Ziel des Rückzugs ist es laut WELT-Informationen, eine offene Konfrontation und gegenseitige Beschädigung in einem Duell zu verhindern. Die Partei möchte ihre Kräfte bündeln, um geschlossen in die kommenden Wahlkämpfe auf Landesebene zu ziehen. Kubicki soll die Partei stabilisieren, bis eine langfristige Nachfolge geregelt ist. Trotz seines Rückzugs gilt Henning Höne innerhalb der FDP weiterhin als zentraler Hoffnungsträger für die Zukunft, heißt es. Die beiden FDP-Politiker erklärten den Schritt zudem in einem Doppel-Interview in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. (verlinkt auf https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/wolfgang-kubicki-gewinnt-warum-henning-hoene-fdp-kandidatur-zurueckzieht-200835050.html) „Wir müssen alle zusammenführen, denen Freiheit wichtig ist. Und das muss schnell geschehen. Auch mit Blick auf die aktuelle Krise der Bundesregierung“, sagte Höne darin. Kubicki stellte zudem in Aussicht, Höne eng einzubinden. Er erinnerte an seine enge Zusammenarbeit mit dem damaligen FDP-Chef Christian Lindner in den Jahren nach 2013. „Damals hieß das Team Lindner-Kubicki, jetzt heißt es Kubicki-Höne“, sagte Kubicki. Höne habe schon deshalb eine „herausgehobene Rolle“, weil er als Vorsitzender der nordrhein-westfälischen FDP Chef des größten Landesverbandes sei und Fraktionsvorsitzender in einem der wenigen Landtage, in denen die FDP noch vertreten sei. Nach der Ankündigung von Kubicki, für den Parteivorsitz zu kandidieren, hatte zuvor bereits der Ex-FDP-Chef Christian Dürr seinen Verzicht auf eine Kandidatur erklärt.