Ein Frachtflugzeug des Onlinehändlers Amazon ist am Sonntag am internationalen Flughafen von Miami (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/miami/) über eine Startbahn hinausgeschossen, hat mehrere Fahrzeuge getroffen und ist in Brand geraten. Behördenangaben zufolge kamen mindestens fünf Menschen ums Leben. Drei weitere wurden lebensgefährlich verletzt, zwei mit weniger schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht, wie Vertreter des Landkreises Miami-Dade mitteilten. Laut Feuerwehr waren mehr als 60 Einsatzfahrzeuge vor Ort. Die Einsatzkräfte löschten den Brand und suchten nach möglichen Verletzten. Der Unfall führte zu erheblichen Einschränkungen des Flugverkehrs. Ermittlungen am Unfallort Die US-Luftfahrtbehörde FAA teilte mit, dass die Maschine gegen 14 Uhr Ortszeit über das Ende der Startbahn hinausrollte und gegen mehrere Fahrzeuge prallte. Bilder vom Unfallort zeigten, dass das Flugzeug offenbar auf dem Rumpf lag und trotz des Feuers weitgehend intakt geblieben war. Die Maschine – eine 32 Jahre alte Boeing 767 – war vom Luis Muñoz Marín International Airport in San Juan auf der Karibikinsel Puerto Rico gestartet. US-Verkehrsminister Sean Duffy (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/ausland/article254577560/USA-Trump-holt-noch-einen-Fox-Moderator-ins-Kabinett.html) kündigte an, dass die FAA Ermittler an den Unfallort schicken werde. Nach Angaben des Flughafens wurden zunächst sämtliche Start- und Rollbahnen geschlossen. Am Sonntagnachmittag waren laut dem Flugverfolgungsdienst FlightAware rund 250 Flüge verspätet. Die FAA warnte, dass die Behinderungen auch nach einer Wiederaufnahme des Flughafenbetriebs anhalten könnten. Starts und Landungen sollten zunächst nur eingeschränkt möglich sein. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB erklärte, sie sammle Informationen zu dem Unfall. „Wir arbeiten eng mit den örtlichen Behörden und Verantwortlichen zusammen, um genau zu verstehen, was passiert ist“, sagte Amazon-Sprecherin Kelly Nantel in einem Beitrag in den sozialen Medien.