Der Copilot (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/ausland/article6abcb1cb19ba57204ed89957/flydubai-pilot-attackiert-kollegen-im-cockpit-flugzeug-sackt-5000-meter-in-die-tiefe-ab.html) , der den Piloten des Flydubai-Flugs nach Tel Aviv verletzt haben soll, ist US-Medien zufolge wegen Sicherheitsbedenken zuvor aus seinem früheren Job bei einer Fluggesellschaft im Oman entlassen worden. ABC News berichtet gestützt auf hochrangige Geheimdienst- und Strafverfolgungsbeamte, dass der Mann von Oman Air suspendiert worden sei, nachdem er als Sicherheitsrisiko eingestuft worden sei. Es gab zunächst keine Stellungnahme von FlyDubai, der Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate oder Oman Air. Die Regierung Omans hat seit dem Vorfall trotz wiederholter Nachfragen öffentlich nichts gesagt. Auch die Tatwaffe, mit der der Kapitän niedergestochen wurde, bislang nicht öffentlich identifiziert oder gesagt, ob sie an Bord gebracht wurde oder aus dem Flugzeug selbst stammte. Nach Informationen des US-Senders war bei dem mutmaßlichen Angreifer aus dem Oman extremistisches Material festgestellt worden, als er 2024 als Copilot-Auszubildender bei der Fluggesellschaft beschäftigt war. Er durfte demnach aber weiterhin in einer Verwaltungsfunktion dort arbeiten. Dem US-Sender CNN liegen ähnliche Informationen vor. Zumal Israel aus, es habe seit Langem Vereinbarungen mit ausländischen Fluggesellschaften, Piloten daran zu hindern, in das Land zu fliegen, wenn sie Bürger von Staaten sind, die keine diplomatischen Beziehungen zu Israel unterhalten. Israel und Oman haben keine formellen diplomatischen Beziehungen. Copilot soll angeblich mit Behörden kooperieren Das „Wall Street Journal“ schreibt unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen, dass der Mann von Oman zu einem früheren Zeitpunkt mit einem Flugverbot belegt worden sei. Grund dafür sei die Befürchtung gewesen, dass er radikale ideologische Ansichten habe. Dem Sender ABC News zufolge versuchen Ermittler aktuell herauszufinden, wie es ihm anschließend dennoch gestattet worden sei, für Flydubai zu fliegen. Der festgenommene Copilot, der inzwischen in die Emirate gebracht worden ist, soll demnach mit den Ermittlungsbehörden kooperieren. Er habe angedeutet, dass er die Absicht gehabt habe, das Flydubai-Flugzeug in Israel zum Absturz zu bringen, zitiert der Sender Quellen, die über die Ermittlungen informiert sind. Zudem sagte ein Diplomat aus dem Golfraum, dass noch ermittelt werde, ob es sich bei dem Mann um einen „Einzeltäter“ handelte oder der Verdächtige irgendeine Verbindung zu extremistischen Gruppen habe. Zumal Israel aus, es habe seit Langem Vereinbarungen mit ausländischen Fluggesellschaften, Piloten daran zu hindern, in das Land zu fliegen, wenn sie Bürger von Staaten sind, die keine diplomatischen Beziehungen zu Israel unterhalten. Israel und Oman haben keine formellen diplomatischen Beziehungen. Israels Regierung geht von dschihadistischem Terroranschlag aus Der Flug der emiratischen Gesellschaft war am Mittwoch von Dubai nach Tel Aviv unterwegs, als es zu einem mutmaßlichen Angriff des Copiloten auf seinen Kollegen kam. Dieser schaffte es nach eigenen Angaben trotz schwerer Verletzungen, die Cockpit-Tür zu öffnen. Mehrere Passagiere drangen ins Cockpit ein und konnten den Angreifer überwältigen. Die emiratischen Behörden haben Ermittlungen eingeleitet, Motiv und Absichten des mutmaßlichen Angreifers sind noch immer ungeklärt. Die israelische Regierung geht bereits von einem dschihadistischen Terroranschlag aus – und auch ein hochrangiger Regierungsvertreter aus den Vereinigten Arabischen Emiraten sprach im Zusammenhang mit der Gewalttat jüngst von Terrorismus. Der hochrangige diplomatische Berater der VAE, Anwar Gargash, bezeichnete den Angriff am Freitag in einem Beitrag auf X als einen „gefährlichen Terrorakt“. Der Vorfall ist eine Belastungsprobe für die Regierung der VAE, die sich einen Ruf für wirksame Maßnahmen gegen extremistische Aktivitäten erworben hat, in der Vergangenheit aber auch empfindlich auf Kritik an Sicherheitslücken reagierte. Der US-Sender CNN berichtet über ein LinkedIn-Profil, das unter dem Namen des mutmaßlichen Angreifers existiert haben soll und inzwischen gelöscht sei. Auf diesem sollen Stunden nach der Gewalttat zwei Posts abgesetzt worden sein. Wer diese veröffentlicht hat und ob sie im Voraus geplant gewesen waren, ist demnach unklar. In einem der Posts war laut CNN ein Video enthalten, das unter anderem mit einem Foto des früheren Al-Kaida-Chefs Ayman al-Zawahiri endet.